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Bochumer Straßennamen (8)

Bleibergwerk in Stiepel

23.10.2008 | 17:52 Uhr

Woher sie kommen Was sie bedeuten: Das will die WAZ-Serie in ihrer Auswahl vermitteln.

Am Bleckmannshof: 1935 wurde diese Straße in Wiemelhausen nach dem alten Bauernhof Bleckmann benannt. Der Hof war bis 1925 in Betrieb und wurde 1935 an den Bauverein Kameradschaft verkauft. Die Straße führte am Hof vorbei.

Am Bliestollen: Friedrichstraße hieß diese Straße in Stiepel, bis sie 1929 die bergbauliche Bezeichnung Bliestollen erhielt. Dazu erzählt uns die Erläuterung der Stadt: „bli, mittelniederdeutsch Blei. 1627 verlieh Wennemar von der Recke (Haus Kemnade) als Inhaber des Stiepeler Bergregals an ein Stiepeler Konsortium ein altes verlassenes Bleibergwerk. 1864 verlieh das Oberbergamt Dortmund das auf Buschgrund des Landwirts Hofstiepel neu gemutete Bleierzfeld an den Landwirt Romberg. Es bildete sich die Gewerkschaft Bleibergwerk Stiepel; sie betrieb in Höhenlage des Siepens (400 m südl. vom alten Schacht Brockhauser Tiefbau, markiert durch den dortigen Steinbruch) einen Förderschacht und einen Einstiegsschacht an aufgeschlossenen Abbaustrecken; gewonnen wurde Bleiglanz. Wegen nachlassender Ergiebigkeit und Wassereinbrüche wurde der Abbau um 1895 eingestellt.Quelle: Bimbel, H. W., Zur Geschichte der Bochumer Ortsteile, Bochum, 1973Quelle: Stadt Bochum

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