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Seilbahnschutzbrücke über der A 40 abgebrochen

17.10.2010 | 17:40 Uhr
Seilbahnschutzbrücke über der A 40 abgebrochen
Brückenabriss an der A 40: Die Seilbahnschutzbrücke zwischen Stahlhausen und Hamme wurde auf der Autobahn zerkleinert. Foto: Monika Kirsch

Bochum.Der Abbruch der alten Seilbahnschutzbrücke war insgesamt logistische Schwerstarbeit. Zwischen Stahlhausen und Hamme wurde die A 40 übers Wochenende für die Arbeiten gesperrt.

Viel schweres Gerät verwendeten die Brückenbauer für den Abriss. Foto: Monika Kirsch / WAZ FotoPool

Die Herausforderung war, den Verkehr Richtung Essen um die Baustelle herum über die Darpestraße zu leiten und dahinter auf die Autobahn zurückzuführen; Richtung Dortmund blieb die A 40 komplett gesperrt , weil neben dem Abriss der Brücke zusätzlich eine Mauer an der Ausfahrt Dorstener Straße entfernt wurde, um Platz zu schaffen für eine in Kürze folgende Lärmschutzwand.

Die Brückenbauer begannen in der Nacht auf Samstag mit dem groben Abbruch der 65 Meter langen Stahlbrücke. Insgesamt wog die Konstruktion nach Schätzung von Georg Timmerkamp, Ingenieur bei der Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ruhr, gut 350 Tonnen. Allein etwa 200 Tonnen schwer war der Beton, die Seilbahnschutzbrücke hatte zwei Decken und ein Schutzdach, alles in Beton ausgegossen, ebenso wie die Rampen.

Auf der Fahrbahn zerlegt

„Die schwerste Arbeit stand in der ersten Nacht an“, sagt Timmerkamp. „25 bis 30 Leute waren im Einsatz, dazu drei große Kräne, zwei Bagger, ein wuchtiger Radlader und jede Menge Lkw.“ Die Brücke wurde nach dem Abbruch auf die Fahrbahnen gelegt, wo sie in kleine Teile zerschnitten und für den Abtransport vorbereitet wurde.

Die Umleitungen, zumal in den Ferien, klappte laut Straßen.NRW nahezu problemlos. Nur Sonntagmorgen staute sich der Verkehr etwas, „viele Neugierige wollten möglichst nah an die Baustelle heranfahren“. Überall war frühzeitig auf die Sperrung hingewiesen worden, so dass sich die vorübergehende Verkehrsführung langsam einspielen konnte.

Die alte Brücke
Zum Schutz vor Kohle

Die Seilbahnschutzbrücke diente früher dem Transport von Kohle von der Kokerei der Zeche Carolinenglück zu den Hochöfen und verlief quer über die Autobahn. Unter der Seilbahn war die Schutzbrücke errichtet worden, um den Straßenverkehr auf dem damaligen Ruhrschnellweg vor herabfallenden Koksstücken zu schützen.

Auf der Autobahn wurde ein Sandpflaster aufgeschüttet, um die Fahrbahnen vor Beschädigung durch die schweren Brückenteile zu schützen. Nach anfänglichen Verzögerungen während des Einrichtens der Baustelle klappte später nach Einschätzung von Straßen.NRW alles reibungslos. Für 20 Minuten wurde nachts der Verkehr komplett angehalten. Insgesamt lagen die Arbeiten im Zeitrahmen. Sonntagabend ging’s langsamer voran beim Aufräumen. Richtung Essen konnte die A 40 eher als geplant freigegeben werden. Richtung Dortmund blieb die Sperrung länger bestehen wegen des Verblendschalenmauerwerks Dorstener Straße.

Sabine Vogt

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