Schwestern prägten Krankenhäuser

Der Bischof von Paderborn entsandte im April1848 zuerst zwei Schwestern an die neu gegründete St.-Elisabeth-Anstalt. Die Ordensfrauen entstammten dem noch jungen Orden der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vincenz von Paul zu Paderborn, der 1841 gegründet wurde.

Auch im St.-Josef-Hopital lag die Pflege von Anfang an vor allem in den Händen der Vinzentinnerinnen. Insgesamt traten bei der Gründung 1911 dort 77 Schwestern ihren Dienst an. Neben weltlichem Personal, das damals eine wöchentliche Arbeitszeit von 60 Stunden absolvierte, standen die Schwestern dort im Grunde ständig zur Verfügung. Die letzten zwei Schwestern Oberin Hortulana und Schwester Ludwiga verließen 2012 endgültig das Bochumer Krankenhaus. Schwester Hortulana setzte sich sehr für die Rettungssanitäter im St.-Josef-Hospital ein. Sie wurde für die enge Zusammenarbeit mit der Bochumer Feuerwehr zur Ehrenbrandmeisterin ernannt. Außer um kranke Menschen kümmerten sich die Ordensschwestern in Bochum viel um alte Leute und Kinder.

Der Orden der Vinzentinerinnen betreute schon Kinder im Elisabeth Hospital im Gerber-Viertel. 1887 wurde dann auf ihre Initiative das neu erbaute St. Vinzenz-Waisenhaus festlich eingeweiht und die ersten 52 Kinder konnten aufgenommen werden.