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Schnee lockt Bochumer auf die Rodelbahn

17.01.2016 | 17:01 Uhr
Schnee lockt Bochumer auf die Rodelbahn
Auch auf einer dünnen Schneedecke lässt es sich noch rodeln. Mika Rahn nutzte wie viele andere am Sonntagmorgen die Chance zu einem Ausflug in den Schnee.Foto: Ingo Otto / FUNKE Foto Services

Bochum.  Endlich Winter! – Obwohl Wiese und Erde schon im Laufe des Sonntags wieder durchkamen, fuhren Familien im Stadtpark die Hänge hinab.

Die Osterglocken haben ihre Köpfe schon mühsam aus dem Erdreich empor gedrückt. Frühlingstemperaturen mitten im Winter lockten sie in den vergangenen Wochen hervor. Doch an diesem Sonntagmorgen schmückten die Knospen dann doch noch kleine Schneehäubchen. Die Flocken rieselten über Nacht nicht in Massen hinab, aber immerhin waren die Wiesen am Morgen so weit bedeckt, dass am Vormittag im Stadtpark der Rodelspaß begann.

„Ich bin schon in der Nacht im Schnee heimgekommen und hatte den Kindern versprochen, wenn sie brav sind und es schneit, gehen wir raus“, sagt Rafael Minas aus Werne. Der 39-Jährige ist Großvater von Milo (4) und Papa von Lina (2). Ausgerüstet mit Popo-Rutschern und einem schnittigen Schneebob lässt sich das Trio den Rodelspaß nicht durch Erdflecken und Grashalme auf der Rodelbahn verderben. Denn so richtig dicht und dick ist die Schneedecke nicht.

„Es scheint einfach nicht kalt genug zu sein, so dass der Boden unter dem Schnee matschig wird“, schätzt Yvonne Anger, die mit ihrem Sohn Carl (3) rodeln möchte. „Wir haben den Schlitten letztes Jahr gekauft, aber dann war der Schnee schon wieder weg, er hat jetzt sozusagen Premiere“, sagt die 33-Jährige.

Temperatur über dem Nullpunkt

Es stimmt – so richtig eisig ist die Luft nicht und die Temperatur kratzt nur am Nullpunkt. Das ist keine gute Voraussetzung für tagelanges Schneevergnügen. Zwar tröpfelte das Wasser nicht schon morgens von allen Ästen und Dachbalken. Doch wie lange das Auge sich an dem weißen Linien, Feldern und Flecken in der Stadt erfreuen darf, bleibt fraglich.

Gerade bei Familien ist die Freude über den weißen Sonntagmorgen groß. „Ich komme ursprünglich aus Oberschlesien, Hindenburg. Jahrelang sind wir zum Skifahren nach Polen gefahren und in den zehn Jahren, die wir jetzt hier wohnen, hat es kaum geschneit“, sagte Rafael Minas, der sich gerne und ohne Einschränkung mit Kind und Enkelsohn für das Wintertreiben begeistert.

Freude an der Winterwelt

Aber auch Spaziergänger wie Elke Caselmann (76) und Ludwig Mansfeld (81) hatten sich auf den Weg in den Stadtpark gemacht, um die weißbedeckte Landschaft zu genießen. „Ich erinnere mich noch, dass ich früher mit meinen Kindern sogar auf dem Teich im Stadtpark Schlittschuh laufen konnte. Also von mir aus kann es noch den ganzen Februar hindurch richtig Winter sein“, sagt Caselmann. Joggerinnen und ganze Sportvereine, die den Weg kreuzten, lächeln in der frischen Winterluft und erfreuten sich augenscheinlich an der lang ersehnten Winterwelt.

„Schnee gehört doch zum Winter eigentlich auch dazu“, sagt Heiko Rahn (46), der mit Ehefrau Karin und Sohn Mika gleich um die Ecke wohnt. „Wir wollten einfach schauen, ob es klappt.“

Nadja Juskowiak

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2016-01-17 17:01
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