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Design-Messe

Schmuckes Design aus der Dose

27.09.2010 | 07:00 Uhr
Schmuckes Design aus der Dose
Sabine Antelmann mit einer ihrer Papier-Draht-Figuren. Foto: Monika Kirsch / WAZ FotoPool

Bochum. Unter dem Motto „Design unter Hundert“ präsentierten 35 Aussteller in der Maschinenhalle Friedlicher Nachbar ungewöhnliche Kunstobjekte aus den Bereichen Wohnen, Schmuck und Mode.

Von Schmuck aus Kronkorken oder ausgestanzten Dosen über Vorhänge aus geflochtenem Korb bis hin zu riesigen Kunststoff-Windspielen für Gärten und Terrassen – wer nach einzigartigen Designerstücken sucht, dafür aber kein Vermögen ausgeben will, war am Wochenende in Bochum-Linden genau richtig. Mehr als 100 Produkte gab es jeweils für weniger als 100 Euro.

Dass ausgefallene Schmuckstücke nicht teuer sein müssen, beweisen zum Beispiel Carola Bauer und Dietmar Sebastian. Unter dem Namen „Faible for Label“ entwarfen die beiden Schmuckdesigner ein Wechselschmuck-System,. Herausgekommen sind dabei Ringe, Halsketten, Manschettenknöpfe und Ohrringe mit magnetischen Stahlplättchen, deren Motive zum Beispiel aus einfachen Getränkedosen ausgestanzt werden, und unendlich oft ausgetauscht und variiert werden können. „Wir bieten über 5000 Motive an – fast alles Unikate – und haben für jede Garderobe und für jeden Anlass das passende Label“, sagt Dietmar Sebastian. Und das zu einem fast unschlagbaren Preis: ein Stahlplättchen kostet lediglich drei Euro.

Günstigen, aber dennoch „hochwertigen und handgearbeiteten Designerschmuck mit klaren Formen und außergewöhnlichen Materialien“ hat Andrea Wiedemann im Gepäck. Die Bochumerin verzichtet bewusst auf ein eigenes Geschäft und veranstaltet stattdessen Schmuckparties im Stile der bekannten Tupperparties und legt dabei besonderen Wert auf die intensive persönliche Beratung.

Carola Seifert und Jörg Olderdissen haben dagegen „die erste grüne Schmucklinie“ entworfen, die ausschließlich aus umweltfreundlichen Komponenten wie Kieselsteinen, Seide, Filz oder Kronkorken besteht und ohne Plastik, Perlen und Korallen auskommt. „Wir wollen der Welt nichts entnehmen“, sagt Jörg Olderdissen, der selbst einen aus einem Fahrradreifen hergestellten Gürtel trägt.

Die Accessoire-Messe fand zum 17. Mal in der Maschinenhalle Friedlicher Nachbar statt und knüpfte diesmal thematisch an das erfolgreich abgeschlossene Kulturhauptstadt-Projekt der so genannten Designkioske an. Mit dabei waren Katy Jung und Martin Neuhaus – beide Designer der Designkiosk-Edition, für die eigens angefertigte Produkte an besonderen Orten des Ruhrgebiets zu kaufen waren.

Andreas Bartel

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