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Schaulustiger verursacht Zug-Vollbremsung in Bochum und versteckt sich vor der Polizei

02.01.2013 | 13:46 Uhr
Schaulustiger verursacht Zug-Vollbremsung in Bochum und versteckt sich vor der Polizei
Ein 41-jähriger Bochumer hat Dienstagabend einen Einsatz der Bundespolizei samt Hubschrauber in Wattenscheid ausgelöst.Foto: AP

Bochum.  Durch einen "Spaziergang" an den Gleisen hat ein 41-jähriger Bochumer am Neujahrsabend die Vollbremsung eines Zuges in Bochum-Wattenscheid verursacht und sich anschließend vor der anrückenden Bundespolizei versteckt. Ein Hubschrauber machte ihn später ausfindig. Die Bahnstrecke wurde für zwei Stunden gesperrt.

Die Bundespolizei ist Dienstagabend gegen 22 Uhr zu einem Einsatz im Bereich der Ottostraße in Bochum-Wattenscheid ausgerückt. Der Zugführer hatte eine Person an den Gleisen gesehen und daraufhin eine Schnellbremsung eingeleitet. Er fürchtete, den Mann überfahren zu haben.

Wärmebildkamera kam zum Einsatz

Daraufhin suchte die Bundespolizei die Strecke mit einem Hubschrauber samt Wärmebildkamera ab. So entdeckten die Beamten einen Mann, der aus dem Gleisbereich flüchtete und sich in den Büschen an der Zugstrecke versteckte. Bundespolizisten nahmen den Bochumer, der sich am Boden liegend in einem Gebüsch versteckt hatte, in Gewahrsam.

Der 41-Jährige erklärte den Beamten, dass er lediglich spazieren gegangen sei. Warum er sich im Gebüsch versteckt hatte, wollte er jedoch nicht verraten. Weil im Bereich der Ottostraße ein Container brannte, könnte der Mann die Löscharbeiten aus dem Gleisbereich beobachtet haben, vermutet die Polizei.

Zugführer erlitt einen Schock

Durch den Vorfall erlitt der Zugführer einen Schock und wurde noch vor Ort abgelöst. Auf Grund der Einsatzmaßnahmen wurde die Bahnstrecke zwischen Bochum-Wattenscheid und Essen-Kray-Süd in der Zeit von 21.50 bis 23.35 Uhr gesperrt. Dadurch verspäteten sich 25 Züge um 327 Minuten, 19 Züge wurden umgeleitet und 2 Züge fielen aus.

Die Bundespolizei leitete gegen den polizeibekannten Bochumer ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein.


Kommentare
02.01.2013
23:32
Schlaumeier "Westwind" #7
von Schantall | #3

Lokführer gibts nur noch auf der Kirmes!

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um Elektrotriebzüge des Typs FLIRT vom Hersteller Stadler. Da gibt es einen "Triebfahrzeugführer", wie auf allen anderen Triebfahrzeugen auch.
Es gab Zeiten, da kannten sich die Leut´ mit der Bahn noch aus...

Die Nörgerler aber auch!!

02.01.2013
23:06
Schaulustiger verursacht Zug-Vollbremsung in Bochum und versteckt sich vor der Polizei
von Westwind | #2

...der Zugführer hat davon garantiert nichts mitbekommen: Zugführer gab es einmal vor der völlig missratenen Bahnreform Anno 1993. Der Lokführer jedoch hat einen gewaltigen Schreck bekommen. DIESER ist es, der den Zug führt, nicht der Zugführer. Es gab Zeiten, da kannten sich die Leut´ mit der Bahn noch aus...

02.01.2013
20:00
frisierte Zahlen
von mlg1 | #1

"Dadurch verspäteten sich 25 Züge um 327 Minuten […]"
Müsste es nicht eher heißen, dass dadurch 25 Züge zusammengerechnet 327 Minuten Verspätung hatten? Oder dass 25 Züge im Durchschnitt 13,8 Minuten Verspätung hatten? Das klingt vielleicht nicht so dolle, ist aber wohl deutlich näher an der Wahrheit.

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