Bochumer Straßennamen...
Schacht Roeder und Bauer Krampe
04.01.2010 | 07:00 Uhr 2010-01-04T07:00:00+0100Die Serie stellt in lockerer Folge alphabetisch eine Auswahl der rund 1 900 Bochumer Straßennamen vor: Woher sie kommen, was sie bedeuten.
Am Röderschacht: Vor der Eingemeindung 1929 hieß diese Straße zwischen Hattinger Straße und Munscheider Straße in Linden Munscheider Straße. Sie ist benannt nach dem Schacht Roeder der Zeche Hasenwinkel; 1855 von der Gewerkschaft Friedlicher Nachbar zwecks Aufschließung des eigenen Kohlenfeldes erworben. Die Förderung im Schacht Roeder wurde 1870 nach Abteufe des Tiefbauschachtes der Zeche Friedlicher Nachbar eingestellt. (Bimbel, H. W., Zur Geschichte der Bochumer Ortsteile, Bochum, 1973; Huske, J., Die Steinkohlenzechen im Ruhrrevier, Bochum, 1987)
Am Sattelgut: Lang erstreckt sich in Dahlhausen diese Straße (vor der Eingemeindung 1929 hieß sie Talstraße) von der Dr.-C.-Otto-Straße bis zur Hasenwinkeler Straße. Der Name geht zurück auf ein Gehöft: Bauer Krampe war auf dem Sattelgut Pächter. So geht auch von Am Sattelgut die Straße Krampenhof ab. Beide Straßen erinnern an den Hof. Er ist 1900 abgebrannt. Sattelgut bedeutete im Mittelalter Oberhof (etwa Hauptort mit eigener Gerichtsbarkeit). Der 'Sadelhof Dahlhusen' war Lehen der Werdener Abtei.
Am Schamberge: Mit der Scham hat diese Straße, die in Linden von der Hattinger Straße zur Straße Am Sonnenberg führt, nichts zu tun. Vielmehr wurde die Straße nach dem in diesem Bereich ansässigen Bauern „Schammberg” benannt (Urkataster 1823). Sie hieß bis zur Eingemeindung Lindens 1929 übrigens Nordstraße.
Quelle: Stadt Bochum, Vermessungs- und Katasteramt 2004
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