Ruhruni darf weiter Tierversuche an Affen machen
26.08.2011 | 09:00 Uhr 2011-08-26T09:00:00+0200
Bochum. Die bei Tierschützern umstrittenen Experimente mit Makaken-Affen an der Bochumer Ruhr-Uni gehen weiter. Die Bezirksregierung hat die Genehmigung verlängert. Mindestens bis Ende August 2012 wird am Lehrstuhl für Neurobiologie weiter geforscht.
Der jüngste Tierschutzbericht der Bundesregierung hat es gezeigt: Die Zahl der Tierversuche in Deutschland nimmt zu. An der Bochumer Ruhr-Universität wird dieser Trend jetzt bestätigt: Die umstrittenen Tierversuche an Affen gehen weiter. Ursprünglich sollte die Forschungsgenehmigung von Klaus-Peter Hoffmann an Makaken zum 31. August auslaufen, nun darf er ein Jahr länger forschen.
Hoffmann – emeritierter Professor vom Lehrstuhl für Allgemeine Zoologie und Neurobiologie – untersucht die Gehirnaktivitäten von zwei Rhesusaffen (Macaca mulatta). Dazu werden Elektroden in den Schädel der Primaten eingeführt, der Körper wird in einem Stuhl fixiert. Hoffmann und seine Kollegen beobachten die Augenbewegung der Tiere und messen ihre Hirnströme.
Antrag gilt nur drei Jahre
Tierversuche werden von der Bezirksregierung für maximal drei Jahre erteilt. „Nach Ablauf dieser Zeit besteht auf Antrag insgesamt zwei Mal die Möglichkeit, die Genehmigung um jeweils ein Jahr zu verlängern“, erklärt Dr. Matthias Schmidt, Tierschutzbeauftragter der Ruhr-Uni. Hoffmanns Untersuchungen seien noch nicht abgeschlossen. „Es ist aus Sicht des Tierschutzes zu begrüßen, dass versucht wird, den größtmöglichen Erkenntnisgewinn aus diesen Versuchen zu erzielen“, begründet er die Genehmigungs-Verlängerung, „es wäre unsinnig, die Experimentenreihe jetzt abzubrechen“.
Ob an den Affen nach dem Projekt weiter geforscht werden, sie eingeschläfert werden oder zurück ins Primatenzentrum kommen ist noch offen.
Grundlagenforschung an Affen
Der Deutsche Tierschutzbund geht von einer steigenden Anzahl der Tierversuche in Deutschland seit 2000 aus. Im Jahr 2008 wurden bundesweit 2,7 Millionen Wirbeltiere für wissenschaftliche Zwecke benutzt – 2285 davon waren Affen. An Menschenaffen darf in Deutschland nicht geforscht werden.
Grundlagenforschung – wie die von Hoffmann und seinen Kollegen – zielt auf Erkenntnisgewinn ohne direkten wirtschaftlichen Bezug ab.

13:21
So einer ist Tierschutzbeauftragter der Uni.
Das ist nicht lache.
In welchem Jahrtausend leben wir eigentlich?Man kommt sich vor, wie in einem Alptraum, aus dem es kein Erwachen gibt.
Sowas sind für mich keine Ärzte, Professoren!
Denen fehlt jede Ethik.
08:46
Welcher der Kommentatoren hier trinkt denn Tee? Ist es nicht erstaunlich, das die Fa. Lipton bis Ende Januar diesen Jahres Tierversuche durchgeführt hat? Um die Wirksamkeit von Erkältungstee oder ähnlichem zu testen. Dazu wurden vorher Tiere mit Krankheiten infiziert, die dann durch den Tee gelindert werden sollten.
Ich bin grundsätzlich gegen Tierversuche, vor allem für Kosmetika oder ähnliches. Aber, liebe Leute, irgendwie muss man doch Erkenntnisse gewinnen, damit auch unsere Gesundheit erhalten werden kann.
Denn ansonsten wären die Menscheit nie weiter gekommen, als Kopfschmerzen dadurch zu behandeln, das man ein Loch in den Kopf bohrt um den bösen Geist entweichen zu lassen.
23:19
NEIN!!!!!!!!!! Zu Tierversuchen generell.........das sind auch Lebewesen,mit Gefühlen...uuuuu........Es gibt heute so viel Chemie/Technic/usw....müßen immer Tiere dran glauben??Laßt euch was neues einfallen...wir haben 2011 .ich verzichte gern auf Kosemtik,,,und Luxus,,,wenn dadurch Tiere am leben bleiben
Mfg
10:54
Es gibt Argumente für und gegen Tierversuche. - Forschung kann in Zukunft Menschen retten!
Es geht hier nicht um Kosmetik etc! (hier sollten sich mal alle Frauen bei Ihren Kosmetik-Marken informieren, ob Tiere bei der Produktion leiden müssen!).
Man muss klar abgrenzen und einzel die legimitation für Tierversuche prüfern, statt pauschal dafür oder dagegen zu sprechen.
Vielleicht stellt sich ja einer der pauschal-Gegner mal der Wissenschaft zur Verfügung, zum Wohl der Gesellschaft und des Menschen.
10:53
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10:43
Ein persönliches, freundliches Gespräch würde vielleicht helfen diese brutalen, menschenunwürdigen Machenschaften einzustellen.
19:53
Lese ich sowas, wähne ich mich noch im Mittelalter. Abartig ! Shame on you, RUB !!!
12:46
Es ist schon unglaublich, dass solche Tierversuche noch erlaubt sind und auch noch zunehmen. Wir leben in 2011, können Informationen jeglicher Art in Millisekunden versenden oder darauf zugreifen. Aber jeder Wissenschaftler muss ja persönlich mit ansehen, wie der Affe sich quält und sein Messgerät ausschlägt. Was sind das für Menschen diese Wissenschaftler??? Wann kommt einer auf die Idee, die Forschungsergebnisse zentral abzulegen, damit nicht jeder Wissenschaftler wegen der gleichen Sache Tiere quält?
Ich habe einen sehr interessanten Autoaufkleber gesehen, da stand drauf: Stoppt Tierversuche, nehmt Kinderschänder!
01:57
Im Grunde doch recht interessant, dass so viele dem Prof die selben Experimenten wünschen wie die der Affen.
Wie siehts denn aus, Auge um Auge, Zahn um Zahn. Wer sowas einem anderen Menschen wünscht, der ist bestimmt auch nicht so zimperlich mit den Tierversuchen .. hätte ich gedacht.
Scahde ist auch immer, dass die medien immer mehr reißerische Sensationen bringen anstatt objektiv Bericht erstatten. Warum fehlt in dem Gewäsch jegliche informationen was genau es bringen soll? Grundlagenforschung ist niemals so ziellos wie die Medien es darstellen.
Ein Zitate das mich dennoch zum Schmunzeln gebracht haben und meinen Tag gerettet hat:
Das ist Tierqquälerei hoch eins
Soso hoch 1 ... wenn nicht sogar hoch 0!!! Wenn man schon keine Ahnung von sprichwörtern hat, dann doch aber von der Mathematik!
20:26
Sind, -oder dürfen-, auch Medizin-Studenten
bei dererlei Experimenten zugegen sein?
Ich könnte mir vorstellen, das dann der Ärztemangel
noch zunehmen würde.