Ruhr-Uni soll international Spitze werden
02.06.2008 | 20:25 Uhr 2008-06-02T20:25:08+0200Hochschule freut sich über 40 Millionen Euro zur weiteren Förderung der Exzellenz.
Im Oktober letzten Jahres hatte die Ruhr-Uni den Titel "Elite-Universität" nur knapp verpasst, kam in der Endrunde es bundesweiten Förderwettbewerbs aber unter die letzten acht. Das gute Abschneiden sorgte für einen regelrechten Motivationsschub - und jetzt auch einen Finanzschub: Das NRW-Innovationsministerium und die Stiftung Mercator wollen mit 30 Millionen Euro die Exzellenzentwicklung der Ruhr-Uni unterstützen.
Weitere 10 Millionen steuert die RUB aus eigenen Mitteln bzw. aus privatem Kapital (=Sponsoring) bei, sodass in den nächsten Jahren außerplanmäßig 40 Mio Euro für Forschungszwecke frei werden - was gerne auch auf die Lehre ausstrahlen soll.
Bei der Vertragsunterzeichnung gestern war NRW-Innovationsminister Andreas Pinkwart voll des Lobes für Bochum: "Die Ruhr-Universität hat in der Exzellenzinitiative gezeigt, welche Forschungsstärke sie bereits besitzt. Um Anschluss an die internationale Spitze zu finden, ist es selbstverständlich, dass das Land hilft, das Tempo hochzuhalten." In zwei mit 20 Mio. Euro geförderten sog. "Clustern" (=Forschungseinheiten) werden übergreifende Fragen der Lebens- und der Materialwissenschaften erforscht.
Mit den 10 Mio Euro aus der Stiftung werden sechs Jahre lang zwei "Mercator Forschergruppen" zu den Themen "Gedächtnisforschung" und eine (noch unbenannte) aus den Geisteswissenschaften finanziert. Dabei arbeiten Nachwuchsprofessoren eigenständig an einem interdisziplinär angelegten Thema, wobei sie sich Unterstützung von wechselnder "Senioren" holen, die auf eine langjährige wissenschaftliche Laufbahn zurückblicken. Ihren "Senior", etwa einen Emeritus aus dem In- oder Ausland, wählen die Jung-Forscher selbst aus. "Wir unterstützen diese Gruppen, weil uns das Konzept überzeugt hat, Nachwuchsprofessoren schon früh eigenständiges Arbeiten im Team mit international renommierten Wissenschaftlern zu ermöglichen", so Rüdiger Frohn, Vorsitzender des Stiftungs-Beirats.
RUB-Rektor Elmar Weiler zeigte sich "mehr als glücklich" über die enorme Finanzspritze. Die Ruhr-Uni werde nicht nachlassen, ihr international ausgerichtetes und wissenschaftlich ambitioniertes Zukunftskonzept fortzuschreiben.

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