Ruhr-Uni begrüßt 4600 Erstsemester

„Junge, brich deiner Mutter nicht das Herz, es ist noch nicht zu spät, dich an der Uni einzuschreiben...“: Mit dem bekannten Hit „Junge“ der Berliner „Ärzte“ begrüßte am Montag eine vierköpfige Band die Erstsemester an der Ruhr-Universität. 4600 meist junge Menschen schrieben sich für ein Studienfach ihrer Wahl für das Wintersemester ein. Im großräumigen Audimax mit Liveübertragung in diverse Hörsäle wurden sie von hochrangigen Vertretern der RUB und der Stadt empfangen.

Einen lockeren Start bot der Poetry-Slammer Sebastian23, mittlerweile eine Bekanntheit nicht nur in der Bochumer Kulturlandschaft. Der ehemalige Philosophiestudent der Ruhr-Universität erzählte von seinen Anfängen in der Stadt und ermutigte die Erstis dazu, während des Studiums über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen.

Auch der Rektor der Universität, Axel Schölmerich, empfing die Studenten. „Ihr seid nun offiziell in die akademische Gemeinschaft aufgenommen“, sagte er. Für ihn sei es die schönste Gemeinschaft auf unserem Planeten: „Hier zählt einzig und allein das beste Argument und nicht, wer die größte Macht oder das meiste Geld besitzt.“ An der Universität lerne man das Denken und das Forschen. „Wir wollen nicht nur Probleme lösen, sondern diese überhaupt identifizieren können“, sagte Schölmerich.

Einen lebendigen Abschluss der Veranstaltung bot nach den Grußworten von Bürgermeisterin Erika Stahl und der AStA-Vorsitzenden Nur Demir die lebensnahe Rede von Wilken Engelbracht, Finanzvorstand des VfL Bochum. „Fußball ist wie Schach – nur ohne Würfel“: Dieses unglückliche Zitat von Lukas Podolski nahm er zum Anlass, um zu zeigen, dass Fußball nicht immer etwas mit dem studentischen Betrieb zu tun hat. Eines jedoch hätten die Profikicker und Studenten sehr wohl gemeinsam: Erfolg komme nicht durch Talent, sondern durch konsequente Übung und Hartnäckigkeit.

Anschließend strömten Tausende von Erstis aus der großen Halle nach draußen, um von Vertretern ihrer Fakultäten empfangen zu werden. „Es ist erstaunlich zu sehen, wie viele Menschen an der RUB studieren“, sagte Kim Schulte aus Bergkamen. Bei einem Vorkurs in den vergangenen zwei Wochen habe sie kaum jemanden auf dem Campusgelände gesehen.

56 000 Studierende

Aktuell studieren in Bochum 56 000 Menschen, davon 46 000 allein an der Ruhr-Uni. Sie gilt weiterhin als Pendleruni: Viele der Studierenden kommen aus anderen Städten. Für sie bietet die Ruhr-Uni mit mehr als 60 Bachelor- und 100 Masterstudiengängen ein attraktives Angebot.