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Rottweiler wurde nach Beißattacke eingeschläfert

18.08.2009 | 17:28 Uhr

Bochum. Der Rottweiler-Rüde, der Montagmittag ein Mädchen schwer verletzt hatte, ist eingeschläfert worden. Eine Tierärztin hatte den Rüden und seinen Wurfbruder "Rocky", der ebenfalls eingeschläfert wurde, intensiv begutachtet. Beide Tiere hätten nicht mehr erzogen werden können.

Der Rottweiler-Rüde „Sam", der am Montag in Gerthe ein fünfjähriges Mädchen durch Bisse in den Kopf schwer verletzt hat, ist eingeschläfert worden. Das gleiche Schicksal ereilte den am Angriff unbeteiligten Bruder „Rocky”. Nach Angaben der Stadt hatte eine Tierärztin beide Rüden intensiv begutachtet. Zur Tötung habe man sich entschlossen, weil „Sam” laut Stadt „ohne erkennbaren Grund agressiv gebissen und nicht losgelassen habe.” Die Tierärztin habe die Aussicht verneint, dass beide Hunde noch einmal intensiv erzogen werden könnten. Bei „Rocky” sei zudem eine weitere Gesundheitsstörung festgestellt worden.

Hunde hätten auch im Hof einen Maulkorb tragen müssen

„Sam” hatte das kleine Mädchen angegriffen, als seine Halterin (26) ihn im Hinterhof des Mehrfamilienhauses waschen wollte und das Kind aus noch ungeklärter Ursache in die Situation geriet. Die Halterin will zuvor im Hause von der Waschaktion Mitteilung gemacht haben. Durch die Bisse wurde unter anderem ein Ohr fast völlig abgetrennt. Nach einer Notoperation in einer Herner Klinik bestand am Nachmittag keine Lebensgefahr mehr. Das Ordnungsamt hatte die Mitnahme der beiden Rottweiler durch Fachleute des Tierheimes veranlasst.

Laut Stadt waren beide Hunde ordnungsgemäß gemeldet. Die Überprüfung habe jedoch ergeben, dass „Sam” und „Rocky” bei der Aktion im Hinterhof einen Maulkorb hätten tragen müssen.

Tom Jost

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Kommentare
21.08.2009
12:52
Rottweiler wurde nach Beißattacke eingeschläfert
von edie | #99

Zum ersten Mal habe ich die Kommentare zu einem Artikel online aufgerufen und bin sprachlos.
Mit wieviel Unkenntnis welche Sprüche da abgelassen werden. Da möchte ich mich auch nicht zu äußern.

Ich bin selbst Hundebesitzerin eines DSH der gut erzogen und sozialverträglich ist. ( Was man von manchen Menschen hier wohl nicht behaupten kann.)

Was passiert ist, ist unverantwortlich und Schuld trifft die Besitzer der beiden Hunde.

Was mich jetzt interessiert ist die Tierärztin die nach einem Tag „intensiver Beurteilung“ zuerst einmal dem Sam, einem noch nicht einmal 1jährigen Rüden attestiert nicht mehr erzogen werden zu können und praktischerweise dem Bruder gleich auch eine weitere Gesundheitsstörung attestiert, damit er auch problemlos entsorgt werden kann.
Hoffentlich gerate ich nie in einem Notfall an eine solche „Tierärztin.“

21.08.2009
11:07
Rottweiler wurde nach Beißattacke eingeschläfert
von Rosenrot_1976 | #98

@ Horst Schlemmer:
Na, ich würd sagen, dann beruht das vermutlich auf Gegenseitigkeit ... ich kann mich nur wiederholen:
Sollten Menschen wie du mal mehr zu sagen haben als hier destruktive Kommentare zu schreiben, ... aber da ich davon ausgehen kann, das dies nie passieren wird ;-P!!!

LG

21.08.2009
10:35
Rottweiler wurde nach Beißattacke eingeschläfert
von Horst Schlemmer | #97

Ich hasse nicht nur die Hunde, sondern auch deren Besitzer!! Außer die von rueroe in Abs. 4 genannten.

21.08.2009
06:51
Rottweiler wurde nach Beißattacke eingeschläfert
von die hundefreundin | #96

Hallo Hundehasser,
habt ihr euch auch schon auf der Seite vom Labrador- Mix verewigt ? Nein, dann wirds aber Zeit !! Ach ich vergass, ein Labrador will ja ganz bestimmt nur spielen. Ich finde, wenn schon Euthanasie dann für alle oder keinen, oder ? Aber so ein Rottweiler ist ja vieel gefährlicher als ein anderer großer Hund. Mit spielen hat so eine Beissattacke meiner Meinung nach gar nichts zu tun. Hier wird leider der Jagdtrieb vom Hund ausgelebt . Mit fatalen Folgen. Also immer schön fair bleiben und dann auch ALLE Hunderassen über einen Kamm scheren !

20.08.2009
11:49
Rottweiler wurde nach Beißattacke eingeschläfert
von Wit | #95

sam und rocky waren doch immer so lieb und wollten nur spielen.......

19.08.2009
21:34
Rottweiler wurde nach Beißattacke eingeschläfert
von jokomo | #94

#69 / Hallo Staufi!
Einer Deiner Namensvetter wusste wie man mit
Bestien umgeht.
Leider ist er gescheitert.

19.08.2009
19:16
Rottweiler wurde nach Beißattacke eingeschläfert
von felianda | #93

Irgendwas läuft schief in dieser Gesellschaft!

19.08.2009
19:02
Rottweiler wurde nach Beißattacke eingeschläfert
von rueroe | #92

achja, in den letzten beiden tagen gab es 2 amokläufe von rentnern.
ich bin also stärkstens dafür, dass rentner in zukunft nicht mehr vor die türe dürfen, idealerweise werden si ein zukunft alle verboten und abgeschafft. diese 2 beispiele zeigen ja schließlich , dass alle rentner von grund auf böse sind und eine gefahr für die allgemeinheit sind.

so, mal ironie wieder beiseite und mal was worüber die ganzen hundehasser nachdenken können:

klar ist jeder beissvorfall sehr bedauerlich, aber faktisch gesehen sind die schwerwiegenden beissvorfälle oder gar beissvorfälle mit todesfolge verschwindend gering, wenn man die gesamtpopulation der hunde berücksichtigt.

lustigerweise wird aber der nutzen den wir durch die hunde haben nicht berücksichtigt. so werden zb tagtäglich durch gebrauchshunde weit mehr menschenleben gerettet als gefährdet werden (lawinensuchhunde,rettungshunde etc.).
hunde erleichtern behinderten und da auch vor allem kindern extrem das leben und werden als therapiebegleiter mit großem erfolg eingesetzt.
hunde sind in großem maße an der aufspürung von drogen und sprengstoffen beteiligt und tragen somit zu unser aller sicherheit bei.
sowas wird natürlich gerne unter den tisch gekehrt und vergessen.

studien belegen übrigens auch nachhaltig, dass hunde einen überaus positiven einfluss auf das menschliche sozialverhalten haben.
und wenn ich mir hier die kommentare von manchem hundehasser so durchlese, dann wird das mal wieder eindrucksvoll bestätigt.

im übrigen hat die masse der hundekritiker absolut keinen blassen schimmer von hunden un dihrem verhalten, weshalb ich die meisten aussagen hier einfach nicht ernst nehmen kann, da jegliche fundierte grundlage fehlt.
leider, und das muss man zugeben, hat halt auch ein grossteil der hundehalter viel zu wenig ahnung von hunden allgemein und vom eigenen hund im speziellen. und gerade darin ist die ursache der beissvorfälle zu suchen und nicht bei den hunden selbst.

19.08.2009
18:45
Rottweiler wurde nach Beißattacke eingeschläfert
von Jim Panse | #91

Hier kochen die Emotionen mal wieder ganz schön hoch - Hunde, das Reizthema.

Was dem kleinen Mädchen widerfahren ist, ist furchtbar. Die Ursache - kann man nur mutmaßen. Manchmal ist es so, dass es durch gewisse Signale zum sog. plötzlich ausgelösten Beutetrieb kommen kann. Dann schaltet der Hund in den Jagdmodus. Das ist gefährlich, hat aber mit Bösartigkeit nichts zu tun.

Es ist Sache des Halters, den Hund so gut zu erziehen, dass er sich jederzeit abrufen lässt. Das ist viel Arbeit, und manche sind dazu zu bequem.

Aber man macht es sich zu einfach, wenn man in Hunden per se eine Bestie sieht, denn das sind sie nicht. Hunde begleiten den Mensch seit 14000 Jahren. Sie bewachen sein Haus, beschützen die Familien und den Besitz, sie arbeiten als Blindenführhunde, als Polizeihunde, als Drogenspürhunde, als Rettungshunde, sind oft die einzigen Sozialkontakte alter Menschen, um die sich keiner mehr kümmert.

Schlimme Beißattacken mit schweren Verletzungen oder Tod sind extrem selten.

Die Wahrscheinlichkeit, dass uns ein tödlicher Blitz trifft (merke: ein tödlicher, nicht einfach nur ein Blitzschlag) ist fünf Mal so hoch als die, von einem Hund oder von Hunden getötet zu werden. Wenn man in Betracht zieht, dass weniger als 20% aller Blitzschläge tödlich sind, bedeutet das, dass die Wahrscheinlichkeit, durch Blitzschlag zu sterben, fünfundzwanzig Mal höher ist als die, Opfer eines tödlichen Hundebisses zu werden.

Barry Glasser, Soziologieprofessor an der University of South California und Autor der Buches The Culture of Fear (Die Kultur der Angst) zeigt auf, wie unverhältnismäßig viel Aufmerksamkeit die Medien einer bestimmten Art von Ereignissen widmen, während andere, die Menschen wirklich ernsthaft verletzen oder gar töten, nahezu unbeachtet bleiben.

Hunde erfüllen genau die Kriterien für das, was Glassner einen kulturellen Sündenbock nennt. Hunde (oder vielleicht auch deren verantwortungslose Besitzer) sind gut dazu geeignet, als eindeutige Bösewichte herzuhalten, die es uns ermöglichen, uns der Verantwortung für die wahren Probleme in unserer Gesellschaft zu entziehen.

In Deutschland gibt es jedes Jahr weit mehr Vergewaltigungen als Hundebisse. Was nun? Schreien wir jetzt nach Kastration jedes Mannes? Wäre doch nur logisch, oder? ;-)

19.08.2009
16:47
Rottweiler wurde nach Beißattacke eingeschläfert
von foppitz | #90

Das Kinder im Straßenverkehr getötet werden können ist in unserer Gesellschaft ein einkalkuliertes Risiko unserer gewollten Mobilität. Unsere Gesellschaft ist täglich auf die Mobilität im Straßenverkehr angewiesen, ob nun per Straßenbahn, Zug oder Auto. Ein nicht zu akzeptierendes Gesellschaftliches Risiko sollte dagegen sein, von Hunden angefallen und vielleicht getötet zu werden. Was wäre das für eine Gesellschaftsform, wenn wir einen solchen Gefahrenzustand billigend in Kauf nehmen würden.

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