Rotfedern sollen den Kemnader Stausee freifuttern
04.11.2010 | 17:45 Uhr 2010-11-04T17:45:00+0100
Bochum/Witten.5000 Rotfedern, eine Karpfenart, sollen die Wasserpflanze Elodea aus dem Kemnader See wegfressen. Die Fische wurden am Donnerstag am Hafen Heveney ausgesetzt.
Der Kemnader See hat seit Donnerstag 5000 neue Bewohner. Es sind Rotfedern, eine Karpfenart. Andreas Ries von einer Fischzucht aus dem Westerwald hat sie am Donnerstag am Hafen Heveney im Auftrag des Ruhrverbands von einem Spezialtransporter ins Wasser gekippt. Durch einen halben Meter breiten und etwa zehn Meter langen Schlauch rutschten sie von ihren Wasser-Containern auf dem Lastwagen hinein in die Fluten. Sie haben zwei Aufgaben: Sich fleißig vermehren - und dabei fressen, fressen und nochmal fressen.
Die gut zwei Jahre alten Fische sollen die Wasserpflanze Elodea eindämmen. Dieses Gewächs hatte ungefähr seit dem Jahr 2000 Bootsführer und Wassersportler ziemlich geärgert. Die Boote samt Schwert oder Schiffsschraube verhedderten sich in den Pflanzenwucherungen. Weil die Elodea aber die Lieblingsspeise der Rotfedern ist, kam der Ruhrverband, der Eigentümer des Sees, auf die Idee, dem Problem auf ganz natürliche Weise Herr zu werden.
Mähboot ist zu teuer
Dass die Elodea in den vorigen Jahren so stark gewuchert hatte, schreibt der Ruhrverband der verbesserten Wasserqualität zu. Daher käme mehr Licht auf den Boden. Auch im Harkort- und im Hengsteysee bei Hagen wurden Rotfedern ausgesetzt.
In früheren Jahren hatte man die Elodea mit einem großen Mähboot einfach unter Wasser wegzusensen versucht. Das brachte aber nicht die erhoffte Nachhaltigkeit. Der Boden des Sees verkrautete nachher sehr schnell wieder. Außerdem ist der Einsatz des Mähbootes teuer - rund 2200 Euro pro Tag. 5000 Rotfedern hingegen kosten 2500 Euro.
Bereits vor einem Jahr hatte der Ruhrverband massenhaft Rotfedern in den See gekippt. Sogar 10 000 Exemplare. Das reichte aber vielleicht nicht für eine dauerhafte Zukunft der Rotfedern in dem See, zumal es immer auch Verluste gibt. „Wir versuchen“, sagte am Donnerstag Britta Balt, eine Sprecherin des Ruhrverbandes, „die Bestände zu verstärken. Wir gehen davon aus, dass sie sich in den nächsten Jahren selbst reproduzieren.“
„Wir haben die Hoffnung, dass die Fische im nächsten Jahr ablaichen“
Stefan Jäger von der Ruhrfischereigenossenschaft erklärte: „Wir haben die Hoffnung, dass die Fische im nächsten Jahr ablaichen.“ Erst einmal muss der Winter überlebt werden.
Die Mission der Rotfedern war in diesem Jahr allerdings gar nicht so dringend gewesen. Denn die Elodea hatte diesmal viel weniger stark gewuchert als in den Jahren zuvor. Den Grund dafür kennt der Ruhrverband auch nicht. Im nächsten Jahr könne die Elodea aber erneut zum Problem werden.

14:17
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13:16
Ha, Ha,
5000 Rotfedern, da haben ja die Kormorane wieder etwas zu fressen.
11:53
Man, Seen und ebenfalls :-( Eine Editierfunktion wäre für Nichtblindschreiber fein.
11:51
Die Elodea ist gerade ein Zeichen guter Wasserqualität. Man könnte also die Wasserqualität verschlechtern, Unsinn den wohl niemand will. Manb könnte auch die Tiefe der Sen vergrößern und vor allem die Durchflußgeschwindigkeit der Ruhr erhöhen. Das wäre allerdings ebenfalss Unsinn, da die Ruhr dann in heißen Sommern trockenfallen würde. So ist die einzig richtige Idee, Lebewesen einzusetzen die die Pflanze fressen. Das sind eben die Rotfedern. So hatte der Ruhrverband die richtige Idee.
16:10
Eine unendliche Geschichte kollektiven Unsinnn. Hoffentlich denkt endlich mal jemand darüber nach, wie diese Algenpest wirklich zu beseitigen ist. Eine Idee vom Ruhrverband hierzu ist nicht zu erwarten
13:54
#9 Lassen sie sich mal von einem Schäfer informiern, alternativ können sie sich auch im Internet schlau machen. Ansonsten sollten sie einfach in der Innenstadt bleiben, da stört kein bischen echter Natur ihr Befindlichkeiten.
12:30
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12:01
Nr. 6: Was haben eingepferchte Zuchtschafe als reine Produktionsfaktoren mit Natur zu tun? Und für die Optik reicht mir jetzt schon die Überpopulation kanadischer Graugänse.