Rockin’ Ruhr Congress
07.04.2010 | 08:04 Uhr 2010-04-07T08:04:00+0200
Bochum. Comedy, Pop, Unterhaltung - das ist das musikalische Portfolio des RuhrCongress’. Denken viele. Ist aber nicht so. Jedenfalls nicht nur. Sieben Jahre nach der Eröffnung haben sich die Hallen am Stadionring zur Heimstatt für Rock, Metal und Gothic gemausert.
Spielarten moderner populärer Musik also, die man ansonsten eher in der „Zeche“ oder der „Matrix“ erwarten würde. Aber die Zahlen und Fakten, die RuhrCongress-Geschäftsführer Andreas Kuchajda vorlegen kann, sind eindeutig: „Allein 12.000 Besucher/innen strömten in den letzten Monaten in den großen Saal, um Größen der Gothic-Szene wie ,ASP’, Rockbands wie ,In Extremo’ oder das ,Farin Urlaub Racing Team’ zu feiern“, so der RC-Manager: „Dank des Vertrauens der Veranstalter und dank unserer Mitarbeiter hier im Haus, die die Sprache dieser Szene sprechen, hatten wir die Chance uns zu beweisen.“
Premiere vor vier Jahren
Der erste Versuch, das Haus zu rocken, fand übrigens schon vor vier Jahren statt, als Dirk Zimmer von der „Matrix“, dem Rock-Club in Langendreer, sein Konzert von „The Boss Hoss“ wegen der großen Fan-Nachfrage in den RuhrCongress umleitete. Damals gab’s in gew issen Kreisen noch Stirnrunzeln und Skepsis, ob so ein „feines“ Kongresszentrum auch als temporäre Rock’n’Roll-Höhle funktionieren könnte. Aber der „Boss Hoss“-Gig funktionierte, und bald folgten weitere Rock- und Metal-Gigs. 4960 Personen, handgezählt, passen in den großen Saal des RC, wenn der nicht bestuhlt wird. „Die Kartenverkäufe stimmen, und die Kritiken der Fans in einschlägigen Foren nach den Konzerten passen auch“, sagt Kuchajda. Zuletzt machte der RC Mitte März als Rock-Tempel auf sich aufmerksam: Mit „Unheilig“ gastierte eine der aktuell erfolgreichsten Düsterrock-Bands. „An keinem anderen Ort der Unheilig-Tour waren so schnell sämtliche Karten verkauft“, frohlockt Kuchajda.
Lautstark geht’s weiter
Und es geht lautstark weiter: Als Nächste schütteln die Heavy Metal-Bösewichter „Slayer“ („Reign In Blood“, 8. Juni) den RuhrCongress durch, es folgen die gut abgehangenen Bombast-Rocker „Foreigner“ („More Than A Feeling“, 28. Juli) und das „Heidenfest“ mit einer geballten Ladung Death Metal am 18. September.

14:39
Foreinger und Bombast Rock ? Dann gehört Klingelingeling hier kommt der Eiermann für Euch sicherlich zum Weltkulturerbe ? Poppige Rocksongs gepaart mit Geträller der schnulzigen Art trifft es wohl eher.
„More Than A Feeling ist das meistverkaufte Melodic Rockalbum der 70er - Foreigner sind 80er - und die Gruppe heißt BOSTON.
Besser recherchieren kann nie schaden.
Uberall in Bochum.
Diversity als Chance.
Noch Fragen ?
08:33
Die Atmosphäre in dem Ding ist furchtbar - von Stimmuung kann keine Rede sein.
Miesepetriges Personal an den Garderoben, (Zwangs-) Beleuchtung während der Konzerte und am Ende gibts noch nicht mal ein Bierchen zum Abschluß des Abends, im Gegenteil, die Ordner schieben einen geradezu aus dem Saal.
Allerdings mangels Alternative ist man das ein oder andere Mal gezwungen diesen Veranstaltungsort zu nutzen. Mit der Atmosphäre einer Matrix, einer Christuskirche, einer Zeche oder andere Locations hat der Ruhr Congress aber so viel gemeinsam wie Feuer und Wasser.
08:23
Versammlungsstätten, zu denen auch der Ruhrcongress gehört, bedürfen zwar jährlicher Zuschüsse, sind aber für eine Stadt insgesamt gewinnbringend, da Sie ein Vielfaches ihres Zuschußbedarfes für die Stadt als Umsatz generieren (Tausende Hotelübernachtungen, Einzehandel, Taxigewerbe etc.). Insofern macht in einer Gesamtrechnung die Stadt Profit und es sind viele Arbeitsplätze neu entstanden, bzw. diese werden gesichert.
Die Zahlen und Bilanzen werden in öffentlichen Ratssitzungen verabschiedet, an der jeder teilnehmen kann.
08:18
Interessant wäre es zu wissen, ob man mit den Rockkonzerten nun auf dem Weg der wirtschaftlichen Besserung ist.
Ein Veranstaltungsort, der regelmäßig ausverkaufte Veranstaltungen bietet, sollte doch eigentlich in der Lage sein, wirtschaftlich zu arbeiten.
08:03
#1 DANKE!
Ist ja interessant: Wie und wo kommt man denn an die Zahlen bzw. Bilanzen?
06:43
Wie wird eigentlich hier nicht das ach so gewollte Konzerthaus der Stadt Bochum eingerichtet? Defizite sind doch schon genug da ...
06:10
Schön zu hören - aber der Ruhr-Congress macht Jahr für Jahr fast 3 Millionen Euro Verlust. Gehörte dieses Millionen-Gab nicht der Stadt - es wäre längst Pleite und geschlossen!
08:18
Interessant wäre es zu wissen, ob man mit den Rockkonzerten nun auf dem Weg der wirtschaftlichen Besserung ist.
Ein Veranstaltungsort, der regelmäßig ausverkaufte Veranstaltungen bietet, sollte doch eigentlich in der Lage sein, wirtschaftlich zu arbeiten.