Richtfest im Bochumer Museum unter Tage im Schlosspark

Nina von Berswordt-Wallrabe und ihr Mann Ralf inmitten der weitläufigen Baustelle des Museums unter Tage im Schlosspark Weitmar.
Nina von Berswordt-Wallrabe und ihr Mann Ralf inmitten der weitläufigen Baustelle des Museums unter Tage im Schlosspark Weitmar.
Foto: Ingo Otto / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Sieben Meter unter der Erde erstreckt sich das Museum im Weitmarer Schlosspark auf über 1500 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Eröffnung im November.

Bochum.. Von oben wird es vergleichsweise unscheinbar aussehen: Drei Kuben im Schlosspark Weitmar sind das Einzige, was auf das „Museum unter Tage“ hinweist. Aber sieben Meter unter der Erde erstreckt sich das Museum über 1500 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Das ist eine imposante Größe, wie eine interessierte Öffentlichkeit gestern beim Richtfest des MuT im Weitmarer Schlosspark mit Staunen feststellte.

Als ein weiterer Teil des Ensembles „Situation Kunst“ weckt der Neubau zwar Assoziationen zur Bergbaugeschichte des Ruhrgebiets. Der Grund für den tiefer gelegten Ausstellungsraum ist jedoch ein anderer: So bleibt der Park von Haus Weitmar, in dem das Museum steht, erhalten. „Ein architektonische Kunstwerk, das selbst Kunstwerke aufnehmen wird“, lobte Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz. Angepeilter Eröffnungstermin: 13. November diesen Jahres.

Mischfinanzierung für 7 Millionen Euro Baukosten

Zum Richtfest, das die ausführende „Rundholz“-Bauunternehmung stilecht mit Polier, Richtspruch und Schnapspinnchen in Szene gesetzt hatte, war reichlich Prominenz erschienen. Bundestagspräsident Norbert Lammert (Stiftungsmitglied), RUB-Rektor Elmar Weiler, RAG-Vorstand Bernd Tönjes, Sparkassen-Vorstand Volker Goldmann, SPD-Landtagsabgeordneter Thomas Eiskirch, Kulturdezernt Michael Towsend – ihre Namen stehen auch für die Financiers.

Denn das im Vergleich zu den ursprünglichen Plänen etwas abgespeckte Bauvorhaben soll nun rund 7 Millionen Euro kosten, aufgebracht durch eine Patchwork-Finanzierung. 3 Mio Euro stellt die Stiftung Situation Kunst bereit, 1 Mio die Sparkasse, 2 Mio die Stadt, 1 Million die Evonik-Stiftung. Im Engagement der privaten Stiftung Situation Kunst zeige sich, wie schon beim Bau des Musikzentrums, wie stark bürgerschaftliches Engagement in Bochum sei, hieß es gestern am Rande der Veranstaltung.

Offiziell belobigt wurde Alexander von Berswordt-Wallrabe, der nimmermüde Antreiber dieses singulären Bauvorhabens, das als Ergänzung und Abschluss der von Berswordt-Wallrabe seit Ende der 1980er Jahre forcierten Ensembles „Situation Kunst“ aufzufassen ist.