Rheinischer Frohsinn mitten im Pott
15.11.2009 | 17:32 Uhr 2009-11-15T05:32+0100Bochum. Wer bei der Karnevalseröffnung 2009/10 mitgeschunkelt hat, muss zweifelsfrei zugeben, dass sich der Bochumer Karneval mittlerweile ganz schön gemausert hat.
Zwar tummelten sich in der festlich geschmückten Ruhr-Congresshalle mit 250 Jecken etwas weniger als im Vorjahr, „das kann man aber auf die Schweinegrippe schieben”, witzelte Petra Lohof, Geschäftsführerin des Festausschusses Bochumer Karneval (FBK). Auch mit dem diesjährigen Thema macht die Ruhr dem Rhein Konkurrenz. Inspiriert vom politischen Düsseldorfer Narrentum heißt es „Bochum-Jecken-Kulturhauptstadt 2010”.
Mit dem bunten Programm sollte die närrische fünfte Jahreszeit nicht nur für einen kleinen jecken Zirkel beginnen, sondern vor allem auch neues Publikum anlocken. Vielleicht ist deswegen der diesjährige Prinz Thomas I. Bausen auch vergleichsweise jung. Er musste sich gleich doppelt anstrengen, den Saal zum Kochen zu bringen, weil die Kolping-Familie Linden traditionell keine Prinzessin wählt, „das können wir uns einfach nicht leisten”, entschuldigte sich Thomas I. mit einem Augenzwinkern.
Sofort wurde geschunkelt
Schon der erste Programmpunkt brachte den Saal zum Schunkeln. Mittlerweile nicht mehr wegzudenken aus dem Bochumer Karneval, präsentierte der Fanfarenzug der Ruhrlandbühne sein Können. Den Jecken blieb kaum Zeit zum Durchatmen, da hüpften schon die „Schlappen Lappen” auf die Bühne. Zu bekannten Melodien skandierten sie eigene neckische Texte mit Lokalkolorit. Im Dreivierteltakt wiegte sich das Publikum zu neu aufgelegten Karnevalsklassikern. Zur Belohnung startetete dann auch die erste Saalrakete.
Für den richtigen Biss sorgte Kabarettist Jens Neutag, bei dem wirklich jeder sein Fett weg bekam. Als direkt danach die Mönchengladbacher „Garderottis” im Frack erschienen, bewegte auch der Letzte im Saal seine Hüften. Einen optischen, wie auch athletischen Höhepunkt bildete im Anschluss die Showtanzgruppe „Calypso”. Mit waghalsigen Sprüngen und akrobatischen Hebefiguren raubten sie dem Publikum den Atem. Weiter ging es mit Musik, Musicalstar Alexandra Gehrmann, die Stattgarde „Colonia Ahoj” und der Stimmungssänger „Lars Vegas” gaben sich die Klinke in die Hand. Da bleibt nur noch zu sagen, dass der Tusch in Bochum eben doch genauso gut klingt wie am Rhein.
21:06
@exopelaner: Tja, da haben Sie leider nicht ganz Unrecht. Seit 1975 geht es echt bergab.
11:38
Gutte
Wo ist die Kneipe ???
sowas suche ich schon lange.
11:36
250 leute beim organisierten frohsinn!?
da sind an manchem wochenende in meiner stammkneipe mehr leute.
und so albern gekleidet sind die auch nicht.
alaaf.
09:58
Booah, sind die lustig.
Sieht für mich aus wie ein schlechter Abklatsch des Kölner Karnevals.
Ohne mich.
08:56
Mit solchen Leuten wie Ihnen kann man auch bestimmt keinen Karneval feiern!
Wattenscheid hat ja nur Karneval, und sonst?
Tote Hose!
20:50
Bochum als Kulturhauptstadt der Narren? Darauf kann man sich einigen, zumindest ausserhalb des Karnevals. Ansonsten findet der Karneval doch eher in Wattenscheid statt.