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Juwelier-Überfälle

Raubprozess mit scharfen Sicherheitsmaßnahmen

04.01.2010 | 13:57 Uhr

Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen beginnt am Mittwoch (6. Januar) am Bochumer Landgericht ein Prozess gegen ein mutmaßliches Mitglied (28) einer Verbrecherbande, die vor fast sieben Jahren Juweliere ausgeraubt hatte, auch in Bochum.

Wer als Zuschauer die Verhandlungen verfolgen will, muss sich an der Saaltür extra ausweisen. Pressevertreter müssen sich vorher besonders anmelden, wenn sie Fotos machen wollen. Hintergrund dieser Maßnahmen: Der Hauptbelastungszeuge befindet sich im „Zeugenschutzprogramm”. Offenbar hat es gegen ihn massive Drohungen gegeben.

Uhren im Wert von ca. 150.000 Euro erbeutet

Der Angeklagte soll zu einer polnischen Bande gehört haben, die am 29. April 2003 mit Sturmhauben maskiert und einer geladenen Schreckschusspistole einen Bochumer Juwelier überfallen hatte. Die Beute: Uhren im Gesamtwert von über 32 000 Euro. Gut zwei Wochen später überfiel die Bande einen Juwelier in Wesel und erbeutete Waren im Wert von 117 000 Euro.

Einige Bandenmitglieder sind längst verurteilt worden. Der Prozess gegen den jetzigen Angeklagten findet erst so spät statt, weil er erst vor einiger Zeit von Polen ausgeliefert worden ist. Die 1. Strafkammer hat fünf Prozesstage bis 15. Januar vorgesehen.

Bernd Kiesewetter

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