Qualitätsnetz bleibt am Ball
10.02.2012 | 11:07 Uhr 2012-02-10T11:07:00+0100
Dr. Christian Möcklinghoff sieht für Ärzte und Patienten Informationsbedarf.
Es gäbe prinzipiell IGel, die sehr sinnvoll seien, auf der anderen Seite aber auch Angebote, die es kritisch zu hinterfragen gelte, hält er fest. „Wir als Medizinisches Qualitätsnetz möchten wissen: Wie sieht das Problem genau aus und welcher Informationsbedarf besteht?“, sagt Möcklinghoff.
Der zweite Vorsitzende des Qualitätsnetzes stellt sich vor, eine Art IGel-Positivliste für die Bochumer Netzärzte zu erarbeiten – als Entscheidungshilfe für Patienten. Natürlich sei eine wissenschaftlich fundierte Studie im Einzelnen nicht stemmbar, aber es könnten durchaus Informationen, auch mit Hilfe des IGel-Monitors, zusammen getragen werden.
„Als erstes werde ich eine Anfrage an alle Mitglieder schicken, welche IGel angeboten werden. Außerdem werde ich das Thema mit unserem Patientenbeirat besprechen“, plant Möcklinghoff.
Im Medizinischen Qualitätsnetz Bochum sind rund 170 Ärzte Mitglied. Die Hälfte sind Hausärzte, die andere Hälfte Fachärzte. Sie arbeiten seit 2006 gemeinsam an Qualitätsstandards für die ärztliche Praxis. Ein Grundsatz des Netzwerks lautet: Es wird nichts Überflüssiges gemacht.
Aber gilt das auch für IGel? Das ist jetzt die Frage. naju

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