Prozess wegen Randale im Jobcenter

Ein 41-jähriger Kunde des Jobcenters an der Universitätsstraße soll wieder einmal seine Nerven nicht im Griff gehabt haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, im April 2013 aus Wut darüber, dass man ihm wegen zwei nicht wahrgenommener Termine Sanktionen angekündigt habe, völlig ausgerastet zu sein. Er soll gedroht haben, „dass er seine Kohle haben wolle, sonst gäbe es was auf die Fresse“. Als der Jobcenter-Mitarbeiter das Gespräch abbrach, schlug der 41-Jährige laut Anklage den auf dem Schreibtisch stehenden Computer gezielt gegen den Oberkörper des Mannes. Außerdem soll er Einrichtungsgegenstände zerstört haben. Ferner listet die Anklage weitere Randaleaktionen in der Beratungsstelle für obdachlose alleinstehende Männer auf. Zum Prozessauftakt erschien der heftig vorbestrafte Mann nicht. Deshalb wird er nun per Haftbefehl gesucht.

Das Jobcenter (sieben Standorte in Bochum) hat fünf Sicherheitskräfte angestellt. Gewalttätigkeiten, Beleidigungen und Ähnliches kämen nur „in Einzelfällen“ vor. „Die meisten Kunden verhalten sich sehr angemessen“, sagte gestern ein Sprecher. Im vorigen Jahr habe es 23 Hausverbote und fünf Strafanzeigen gegeben - bei jährlich rund 100 000 Kundenkontakten.