Autokrise
Protest gegen GM-Entscheidung
05.11.2009 | 17:17 Uhr 2009-11-05T17:17:00+0100Die Bochumer Opelaner sind sauer auf General Motors. "Das war eine große Verarschung", sagten sie bei einer Protestveranstaltung
Donnerstag, 14 Uhr, Tor 4 vor dem Bochumer Opelwerk, da zeigte sich Ministerpräsident Jürgen Rüttgers von der grimmigen Seite: „Das ist unseriös, menschenverachtend und rücksichtslos.” Die wütenden Worte des Landesvaters galten denen von GM in Detroit, die Opel nun doch nicht verkaufen wollen. Das, legte IGM-Bezirksleiter Oliver Burkhard noch einen drauf, „das war eine große Verarschung.”
Schon am Vormittag hatten tausende Opel-Mitarbeiter vom Opel-Stammwerk in Rüsselsheim gegen die plötzliche Kehrtwendung der Amerikaner demonstriert. Stunden später sicherte Rüttgers in Bochum der Belegschaft zu: „Dieser Kampf ist noch nicht zu Ende. Wir werden alles tun, um Arbeitsplätze und Standorte zu sichern. Darauf können Sie sich verlassen.”
"Hässliches Gesicht des Turbokapitalismus"
Keinen müden Cent werde seine Regierung zur Verfügung stellen, wenn der Bochumer Standort nicht garantiert werde, erklärte Rüttgers im Hinblick auf kommende Begehrlichkeiten des Automobilkonzerns. Was GM sich da geleistet hatte, wertete der Düsseldorfer Regierungschef als „hässliches Gesicht des Turbokapitalismus”. Mit tausenden Opel-Mitarbeitern hätten die Amerikaner „Katz und Maus gespielt”. Aber: „Es ist wahr, wir haben einen Rückschlag erlitten, aber wir geben nicht auf.”
Passend zur geladenen Stimmung fiel Regen und ein kalter Wind pfiff über den Opel-Parkplatz an der Wittener Straße. „Opel-Wetter”, wie eine Journalistin treffend konstatierte.
Laut Einenkel wusste Geschäftsleitung auch nicht mehr
Wie sehr die jüngste Opel-Entscheidung des GM-Verwaltungsrates alle überrascht hatte, betonten auch andere Redner. Betriebsratschef Rainer Einenkel über die Opel-interne Lage: „Die Geschäftsleitung hat uns mit Schreiben überschüttet, sie wüssten auch nicht, warum Genral Motors so entschieden hatte.” Viele hätten die Betriebsräte angerufen: „Sie waren entsetzt über die Art und Weise, wie man mit den Menschen umgeht.” Jetzt, so Einenkel, habe man bei Opel wieder eine Hängepartie: „Es wird wieder gepokert.”
Wie es weitergeht mit Opel und natürlich mit Opel Bochum, darüber war die Nachrichtenlage ausgesprochen dünn. Einenkel erinnerte an die Zukunftsverträge, die den Standort Bochum bis zum Jahr 2016 garantieren. Kurzfristig hatten die Betriebsräte beschlossen, alle Verträge überprüfen zu lassen. Die Bochumer Verträge hätten sich als „wasserdicht” erwiesen, machte Einenkel der Belegschaft Hoffnung, warnte gleichzeitig gewisse „Totengräber”, GM geradezu zu ermuntern, diese Verträge zu brechen.
„Was für ein Schlag ins Gesicht,” sagte Oberbürgermeisterin Ottilie Scholz vor der Belegschaft im Hinblick auf die GM-Entscheidung. „Was ist das nur für ein Partner, der heute ja und morgen nein sagt.”
21:30
Warum dieses plötzliche Entsetzen? Die Deutschen kriechen den Amerikanern doch seit Jahrzehnten hinterher. Die Politiker den Politikern und das deutsche Volk immitiert doch laufend amerikanische Lebensart. Warum wohl hat uns die amerikanische Politik aufgepäppelt? Es ging doch wohl hauptsächlich um Verdienst(Geld) und Macht. Wo ist das Geld geblieben, dass Opel erwirtschaftet hat? Übrigens, es geht nicht um das amerikanische Volk insgesamt. Es gab auch uneigennützige Hilfe des amerk. Volkes.
11:00
Ihe Opelaner seit nichts Besseres als der rest der bevölekerung, warum für euch Steuermilliarden rausschmeißen.Wo war Eure Solidarität als alle Anderen , Quelle, usw. auch eure Kollegen von der Zeitarbeit (die ihr als Zeitknechte bezeichnet habt) entlassen wurden?
23:19
Jeden Tag werden tausende Menschen gefeuert - und niemanden interessiert es. Den Opelanern, viele Jahrzehnte lang verdienten sie mit quasi Hilfsarbeitertätigkeiten am Band überdurchschnittlich, geht es jetzt auch an den Kragen. Jetzt ist eben Schluss mit dem Dolce Vita, dem süßen Leben, So ist das Leben. Cest là vie! Ab nach Hartz4, Ihr Opelaner!
11:51
Langsam aber sicher kommt die Bevölkerung dahinter,
dass jeder DEUTSCHE
in „HARTZ IV“ landen kann
und was dann?
Herold Schincke
09:54
Der Kommentar von Zweisenkel ist mehr wie schwachsinnig .... Hydrocephallus !
08:02
#4 hat deutlich gemacht, wo der Hase im Pfeffer liegt. Glaubt wirklich ein Opelaner daran, dass sich in den Staaten etwas bewegt, wenn jemand in Bochum das Wort ergreift?
Gleiches gilt für die Politik, weder eine Bundeskanzlerin, der Papst oder sonstige Personen werden Firmenpolitik bestimmen können. Und das ist auch gut so! Politik soll und kann nur Rahmenbedingungen schaffen, die der Wirtschaft, dem Arbeitsmarkt, ergo der Gesellschaft, zugute kommen.
07:04
Deutschland wird doch so gut wie von jedem verarscht!!!
00:26
Wo bleibt die OB von ganz Bochum?
21:06
Hallo Opelaner!
Ich verstehe eueren Unmut und Ärger.
Aber bekannt müsste bei euch sein, Eigentümer von
Opel ist +bleibt G:M: Denkt einmal an die Aussage von vom EX Finansminister Guttenberg. Warum sagt euer Betriebsrat euch die Wahrheit nicht????
19:59
die leute sollen auf merkel sauer sein vor der wahl hat sich die lügnerin mit mp feiern lassen und jetzt aber der mai 2010 kommt