Projektmanagerin lebt Bochums neues Selbstvertrauen

Johanna Hüttner arbeitet seit etwas mehr als zwei Jahren bei Bochum Marketing. Sie ist unter anderem für Univercity zuständig und regelmäßig an den Hochschulen unterwegs.
Johanna Hüttner arbeitet seit etwas mehr als zwei Jahren bei Bochum Marketing. Sie ist unter anderem für Univercity zuständig und regelmäßig an den Hochschulen unterwegs.
Foto: Dietmar Wäsche / FUNKE Foto Serv
Johanna Hüttner ist bei Bo-Marketing seit zwei Jahren zuständig für Univercity. Sie will dazu beitragen, dass Stadt und Uni schneller zusammenwachsen.

Bochum.. Auffallen würde sie nicht. Wenn Johanna Hüttner so tun würde, als wäre sie Studentin an der Ruhr-Uni, würde ihr das jeder abnehmen. Die 32 Jahre Lebenserfahrung, die die Projektmanagerin von Bo-Marketing angesammelt hat, sind ihr nicht anzusehen. Die Jugendlichkeit passt zu ihrem Aufgabengebiet. Sie ist zuständig für Univercity, dem „Nachfolgemodell“ von „Bochum hoch 4“. Sie soll mit dazu beitragen, dass die Stadt auf dem Weg zum Imagewandel hin zur „wissensbasierten Stadt“ weiter Fahrt aufnimmt.

Sie hat täglich mit und/oder an der Ruhr-Uni, den Hochschulen, den Studierenden zu tun. Sie gilt als „Mutter“ der Univercity-WG, der Dreierbande von Studierenden der Bochumer Hochschulen, die besondere Botschafter sind. Wobei das „o“ im Wort Botschafter, geht es nach Bo-Marketing, immer groß geschrieben wird – weil es damit die Nähe zur Stadt verdeutlicht.

Sich mit der Arbeit identifizieren

Die hat Hüttner auch ohne o. Wenn es bei ihrer Tätigkeit darauf ankommt, sich mit der Arbeit zu identifizieren und das nach Außen zu tragen, es vorzuleben, so erfüllt sie das. Dass ihr vor ziemlich genau zwei Jahren das Anforderungsprofil passte, das Bo-Marketing aufgerufen hatte, um die Stelle der Projektmanagerin Univercity zu besetzen, ist das eine. Das andere ist eine gewisse Zuneigung zur Stadt und den Studierenden. Wobei ihr das manchmal suspekt vorkommt, wenn sie ihren Geburtsort Coburg (Oberfranken) mit Bochum vergleicht. „Bochum hat mehr Studierende als Coburg Einwohner.“

An der Uni in Bamberg hat sie Geographie, Kommunikationswissenschaften und Russistik studiert und mit Magister abgeschlossen. Neben oberfränkisch spricht sie englisch, russisch und „etwas norwegisch“. Nachdem sie Citymanagerin in Salzgitter war und sich intensiv um Einzelhändler gekümmert hat, lockte sie die Aussicht auf Betreuen des Studierendenlebens ins Ruhrgebiet. „Wir waren sofort begeistert“, sagt sie rückblickend und meint mit „wir“ sich und ihren Freund, mit dem sie auch schon in Neuseeland war und dort zunächst noch studierte und dann bei der Stadtverwaltung arbeitete.

Immer auf der Suche nach spannenden Menschen

So ist Bochum nicht nur Arbeits-, sondern auch Wohnort geworden. „Wir leben in der Nähe des Stadtparks. Ich genieße es, einen kurzen Weg zur Arbeit zu haben.“

Kurze Wege zu den Studierenden sind es zudem. Die Campuslinie ist nicht ihr zweites Zuhause, aber durchaus ein gern genommenes Fortbewegungsmittel, wenn es an Uni oder Hochschule Erstsemester zu begrüßen gilt oder dort andere Termine anstehen und sie den Austausch mit den Studierenden pflegt, Projekte vorstellt.

Sie ist zudem immer auf der Suche nach Themen, nach spannenden Menschen und im Auftrag von Bo-Marketing unterwegs, um Univercity bekannt und bekannter zu machen, die Marke zu etablieren, zu pflegen. „Bochum ist nicht ein verstaubtes Heidelberg“, sagt sie und lebt damit bewusst das „neue“ Selbstbewusstsein der Stadt vor. „Es ist ein Riesenvorteil, das Ruhrgebiet hier zu haben. Wir sind mehr Menschen als Gebäude. Wir sind jung und weltoffen.“ Stadt und Uni und Hochschulen rücken immer mehr zusammen, ergänzen sich. Hüttner will helfen, dass das noch etwas schneller gelingt.

Westpark als Lieblingsplatz

Wie textsicher sind Sie inzwischen bei Herbert Grönemeyers Bochum-Hymne?

Johanna Hüttner: Aus dem Stegreif könnte ich nur die Passagen mitsingen, die man zu den Spielen des VfL Bochum hört. Meine Textsicherheit hat sich durch die aktuelle Kampagne zur Marke Bochum nun etwas erweitert.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz in Bochum?

Hüttner: Sich da auf einen Platz zu beschränken, fällt mir sehr schwer. Einer meiner Lieblingsplätze ist aber ganz klar der Westpark. Die Industriekulisse ist einfach beeindruckend! Genau so gerne genieße ich aber den Blick vom Bismarckturm im Stadtpark.

Wo gehen Sie mit Bekannten/Freunden in Bochum hin, wenn die zu Besuch kommen?

Hüttner: Das Ehrenfeld steht da ganz oben auf der Liste. Hier gibt es nicht nur spannende Läden sondern auch kulinarische Vielfalt zu entdecken. Auch ein kleiner Abstecher an den Kemnader See kommt immer gut an.

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