„Privates Engagement ist wichtig“

Wie gut ehrenamtliche Arbeit für Flüchtlinge funktionieren kann, zeigt sich im Bochumer Norden. Seit einigen Wochen wohnen in der Unterkunft am Harpener Hellweg die ersten Neuankömmlinge. Bis zu 160 sollen es werden. Christoph Husemeyer sprach mit Heinrich Donner (SPD), Bezirksbürgermeister Nord, der in Eigeninitiative die Hilfe für die Flüchtlinge koordiniert.

Wie wurden die Flüchtlinge im Norden aufgenommen?

Bislang sehr positiv. Wir haben die Bevölkerung frühzeitig über ihr Kommen informiert. Die Hilfsbereitschaft der Bürger ist sehr groß. In meiner Liste führe ich rund 40 dauerhafte Helfer, die sich nach meinem Aufruf gemeldet haben.

Wie sieht die Hilfe für die Flüchtlinge konkret aus?

Das sind zunächst Spenden, die beim Förderverein Bürgerzentrum Amtshaus Harpen abgegeben werden können. Aber auch Hilfe bei Behördengängen sowie Betreuungsangebote von Kunst bis Sport. Zuletzt haben wir für einige Kurden Kontakt zu einer Deutschlehrerin hergestellt, die nun Sprachkurse gibt.

Warum haben Sie selbst die Koordination übernommen?

Ich bin selbst aktiv geworden, weil das Sozialamt die Flüchtlingshilfe noch nicht selbst koordiniert. Daher läuft die Arbeit derzeit über private Organisationen, Verbände und Vereine in Abstimmung mit den Sozialarbeitern. Jeder Freiwillige hilft uns bei unserer Arbeit weiter.