Polizei zeigt an der Tafel Präsenz

Die Polizei bestätigt die Darstellung von Tafel-Chef Manfred Baasner. „Unser Bezirksdienst hat Erkenntnisse, wonach es zumindest an der Ausgabestelle Laubenstraße in jüngster Zeit zu Beleidigungen und auch Handgreiflichkeiten gekommen ist“, erklärt Sprecher Axel Pütter. Zum Schutz der Tafel-Helfer und Kunden seien die Beamten nun regelmäßig vor Ort.

„Erstaunt“ über die Vorwürfe der Wattenscheider Tafel gegen Aussiedler und Flüchtlinge zeigt sich Ayse Balyemez, stellvertretende Vorsitzende des Integrationsrates. Mit einer Wertung wolle sie sich noch zurückhalten: „Dazu sind die Schilderungen von Herrn Baasner für mich und uns noch zu neu und – ehrlich gesagt – auch zu überraschend.“ Im Vorfeld der gestrigen Beiratssitzung wurde gleichwohl beschlossen, das Thema in die Arbeitsgruppe Flüchtlinge zu tragen, in der neben Vertretern u.a. von Wohlfahrtsverbänden, der Verwaltung und Parteien auch der Integrationsrat mitwirkt. „Das sind Entwicklungen, die die ganze Stadt angehen. Das muss in die AG Flüchtlinge“, so Ayse Balyemez, die die Tafel aus ihrer Tätigkeit als Diplom-Sozialpädagogin kennt.

Sozialdezernentin Britta Anger (Grüne) war für eine Stellungnahme gestern nicht zu erreichen.