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Schulstart

Polizei schützt die Erstklässler in Bochum

23.08.2012 | 18:33 Uhr
Polizei schützt die Erstklässler in Bochum
Hauptkommissar Siegfried Klein begleitete den ersten Schultag. Auch die sechsjährige Annika war dabei.Foto: Claudia Schütte

Bochum.  Zum Schulstart der rund 2600 Erstklässler in Bochum hat die Polizei am Donnerstag an mehreren Grundschule die Eltern und Kinder begleitet. Die Beamten gaben Hinweise, verhängten aber auch Bußgelder wegen Verkehsrverstößen,

Die sechsjährige Vanessa wurde von ihren Eltern zum ersten Schultag in die Liboriusschule gebracht. Foto:Claudia Schütte

„Was machen Sie denn da!?“ fragte am Donnerstagmorgen ein Polizeibeamter eine Mutter vor der Liborius-Grundschule in Grumme. Die Frau brachte gerade ihren Sohn zu seinem allerersten Schultag. Als sie an der Josephinenstraße aus dem Auto ausstieg, ging sie nur wenige Meter neben der Fußgängerfurt über die Fahrbahn - ihr Sohn hingegen wartete vor der roten Ampel.

Wegen eklatanter Fehlverhalten wie diesem stand die Bochumer Verkehrspolizei gestern an vielen Grundschulen und passte auf. Sie solle sich, sagte ein Polizist mit ironischer Milde zu der Mutter, nach ihrem Sohn richten - dann passiere ihr nichts. Der Mutter war der Vorfall peinlich, offenbar war sie am ersten Schultag aufgeregter als ihr Filius.

"Wieder so ein Uneinsichtiger"

Bis zum 7. September wird die Polizei, die zum Schulstart extra ihre Frühschicht verstärkt hat, täglich vor Bochumer Schulen stehen und das Verhalten von Eltern und Kindern korrigieren - oder auch loben. Sie wird Hinweise zur Sicherung der Kinder im Auto geben und das Anhalten vor Zebrasteifen überwachen. Und sie wird bei groben Verstößen und Unbelehrbarkeit auch Bußgelder verhängen.

Wie zum Beispiel am Donnerstag vor der Liboriusschule, einer von 50 Grundschulen in Bochum, die gestern rund 2600 I-Dötze empfingen. Rolf Greulich, Erster Polizeihauptkommissar, stoppte gegen 8.30 Uhr einen Luxuswagen mit einem Grundschulkind auf der Rückbank.

Einen Kindersitz gab es dort nicht. Kinder bis zwölf Jahren oder unter 1,50 Meter Größe müssen so einen Sitz aber zwingend haben. „Wieder so ein Uneinsichtiger“, sagt der Polizeibeamte später. „Der hat ein Auto für 60.000 Euro, aber kein Geld für einen Kindersitz.“ Cool und herablassend sei der Autofahrer bei der Kontrolle gewesen. Da war ein Bußgeld fällig. Greulich: „30 Euro ärmer und eine Erfahrung reicher. Hoffentlich.“

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    Seite 2: Uneinsichtigkeit lässt die Polizei nicht durchgehen

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Kommentare
24.08.2012
13:19
Polizei sollte mehr eklatante Fehlverhalten ahnden
von cwkl | #1

Die im Beitrag aufgezählten Fehlverhalten im Straßenverkehr sind bei weitem nicht vollständig und auch nicht ausschließlich auf das Umfeld der Schulgebäude begrenzt, dort jedoch umso wirkungsvoller, da sie die unmittelbar anwesenden Kinder wohl deutlich mehr beeinflussen und prägen.

Halten in zweiter Reihe, vielleicht sogar noch auf einem ausgewiesenen Radfahrstreifen. Der Radfahrer soll sehen wo er bleibt.

Links parken. Der Vorteil: Radfahrer bleiben nicht mehr in der geöffneten Tür hängen.

Halten am Stoppschild - halten bedeutet, das Fahrzeug muss komplett an der Haltelinie zum Stillstand kommen, dann darf man vorsichtig zur Einmündung fahren.
Abbiegen am grünen Pfeil - auch hier gilt: Zunächst an der Haltelinie zum Stillstand kommen und nicht auf die Hupe drücken, wenn der Vordermann sich entsprechend den Verkehrsregeln verhält.

Beim Verlassen des Kreisverkehrs den Blinker betätigen.

Ach, die Liste ist so lang, weil der Autofahrer so nachlässig ist.

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