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Polizei blitzt 24 Stunden nonstop - an 38 Straßen

08.02.2012 | 14:28 Uhr
Polizei blitzt 24 Stunden nonstop - an 38 Straßen
Welche furchtbare Folgen zu schnelles Fahren haben kann, zeigt dieser Unfall im Januar 2011 in Herne. Drei junge Menschen starben. Foto: Polizei

Bochum.  Von Freitag, 6 Uhr, bis Samstag, 6 Uhr, wird die Polizei an 38 Stellen in der Stadt Bochum Temposünder blitzen. „Brems Dich - rette Leben!“

Das Risiko, als Temposünder Bochumer Stadtgebiet erwischt zu werden, war noch nie so groß wie am kommenden Freitag und Samstagnacht. Die Polizei wird 24 Stunden lang, von 6 Uhr bis 6 Uhr, an insgesamt 38 Stellen die Geschwindigkeit messen und dies gegebenenfalls sofort ahnden. Die Blitz- und Radaraktion läuft als Teil eines NRW-weiten Maßnahme gegen zu schnelles Fahren . Motto: „Brems Dich - rette Leben!“ Zu schnelles Fahren sei „Killer Nr.1“.

Hier die Kontrollstellen in Bochum: Küppersstraße, Dorstener Straße, Alleestraße, Klinikstraße, Riemker Straße, Herner Straße, Josephinenstraße, Grummer Straße, Heinrichstraße, Sodinger Straße, Gerther Straße, Grüner Weg, Wittener Straße, Hörder Straße, Werner Hellweg, Hauptstraße, Königsallee, Markstraße, Stensstraße, Stiepeler Straße, Hustadtring, Surkenstraße, Universitätsstraße, Essener Straße, Höntroper Straße, Engelsburger Straße, Ruhrstraße, Stresemannstraße, Wilhelm-Leithe-Weg, Wattenscheider Hellweg, Osterfeldstraße, Kosterstraße, Munscheider Straße, Hasenwinkeler Straße, Wuppertaler Straße, Munscheider Damm, Zeppelindamm, Lindener Straße Die Messungen finden jeweils zu unterschiedlichen Uhrzeiten statt.

Es drohen Bußen bis 680 Euro, vier Punkte und drei Monate Fahrverbot

Die Bußgelder für Temposünden sind vielfach gestaffelt. Polizeisprecher Mirco Bischoff hat sie auf WAZ-Anfrage aufgelistet:

Wer bis zu zehn km/h zu schnell ist, zahlt 15 Euro. Bei 11 bis 15 km/h sind es 25 Euro, bei 16 bis 20 km/h 35 Euro. Berücksichtigt sind dabei bereits drei km/h Sicherheitsabschlag.

Wer das Tempolimit noch weiter überschreitet, bekommt auch Punkte in Flensburg und in besonders schweren Fällen auch ein Fahrverbot.

21 bis 25 km/h: 80 Euro und einen Punkt

26 bis 30 km/h: 100 Euro und drei Punkte

31 bis 40 km/h 160 Euro, drei Punkte und ein Monat Fahrverbot

41 bis 50 km/h: 200 Euro, vier Punkte und ein Monat Fahrverbot

51 bis 60 km/h: 280 Euro, vier Punkte und zwei Monate Fahrverbot

61 bis 70 km/h: 480 Euro, vier Punkte und drei Monate Fahrverbot

Zahlen sofort vor Ort per EC-Karte

Bei noch schnellerer Raserei sind 680 Euro fällig, vier Punkte und drei Monate Fahrverbot. Bischoff hat so einen Fall schon selbst erlebt, auf der Königsalle. „Das war ein junger Mann. Er hat es auf 128 km/h geschafft. Und das als Fahranfänger.“

Wer bis zu 20 km/h zu schnell war, kann das Bußgeld direkt vor Ort bei den Polizeibeamten per EC-Karte bezahlen. Andernfalls wird ein Bußgeldbescheid zugestellt. Wer ein Fahrverbot erhält, muss den Führerschein für die entsprechende Dauer beim Straßenverkehrsamt abgeben, nicht bei der Polizei.

Bernd Kiesewetter

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Kommentare
09.02.2012
17:46
Polizei blitzt 24 Stunden nonstop - an 38 Straßen
von Pinky00 | #2

Ich hätte da so einen Zebrastreifen im Angebot, an dem ich mehrere Male bald umgenietet wurde, weil sich so manch einer dachte noch schnell drüber fahren zu müssen, bevor der Fußgänger die andere Seite der Straße erreicht.

09.02.2012
12:05
Polizei blitzt 24 Stunden nonstop - an 38 Straßen
von cwkl | #1

Ausserhalb der im Artikel genannten Kontrollstellen darf selbstverständlich wie üblich auch weiterhin sinnentleert aufs Gaspedal gedrückt werden. Fahrt dabei wenigstens Eure eigenen Kinder oder Eltern über den Haufen.

Die gute Nachricht lautet ja, sollten die Ideen Ramsauers die Punkteregelung zu reformieren so umgesetzt werden wie jetzt vorgeschlagen, dann dürft ihr demnächst sogar einmal mehr rasen, bevor der Lappen weg ist.

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