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Familienfest

Passend zum Fahrradsommer an der Jahrhunderthalle streikt das Wetter

19.06.2011 | 17:34 Uhr
Passend zum Fahrradsommer an der Jahrhunderthalle streikt das Wetter
Rony (37) und Henry (37) gewannen dem Fahrradsommer eine humorvolle Seite ab Foto: Gero Helm

Bochum.   Die meisten rollten dann doch lieber mit dem Auto vor, zum Start in den Fahrradsommer der Industriekultur – zu ungemütlich kam dieser Sommertag leider daher.

Die meisten rollten dann doch lieber mit dem Auto vor, zum Start in den Fahrradsommer der Industriekultur – zu ungemütlich kam dieser Sommertag leider daher.

Im Doppelpack startete der Regionalverband Ruhr (RVR) gemeinsam mit der Jahrhunderthalle ein Familienfest. Trotz Regens mussten die Besucher nicht auf Bewegung verzichten. Zum Tag der offenen Tür gewährte die Jahrhunderthalle einen Blick hinter die Kulissen der Kulturkathedrale. „Drei kostenlose Führungen stehen heute auf dem Programm im Vordergrund“, sagte Sven Bioly, der Pressesprecher und Marketingleiter der Jahrhunderthalle. Dazu gehörten ein Gang durch die Unterwelten der Jahrhunderthalle, eine Radtour durch den Westpark und, ganz neu im Programm, eine Führung um den Kraftanlagenverbund.

Höhepunkte vom Landschaftspark bis zur Lindenbrauerei

Lust auf noch mehr Industriekultur machte den Radlern vor allem die Präsentation der vier neuen Schnuppertouren durch die Metropole Ruhr, ausgearbeitet vom RVR. Alle verlaufen überwiegend auf den ausgeschilderten Hauptwegen der „Route der Industriekultur per Rad“, dem „Emscher Park Radweg“ sowie dem „Rundkurs Ruhrgebiet“ und sind zwischen 33 und 52 Kilometer lang – Touren also, die selbst weniger ausdauernde Pedaleure locker schaffen. Dabei führen sie die Radler vorbei an Höhepunkten wie dem Landschaftspark Duisburg-Nord, der Zeche Zollverein, der Jahrhunderthalle oder der Lindenbrauerei in Unna.

Fahrradsommer der Industriekultur 2011

„Das Thema touristischer Radverkehr entwickelt sich immer mehr zu einem wirtschaftlichen Faktor“, sagte Martin Tönnes, stellvertretender Regionaldirektor des RVR. „Immerhin stiegen im vergangenen Jahr die Besucherzahlen, nicht zuletzt wegen des Kulturhauptstadt-Jahres. „Der Ruhrtalweg gehört zum beliebtesten Radweg Deutschlands“, weiß Tönnes. Privat fährt der Dortmunder gerne von Duisburg bis zur Zeche Zollverein über den Emscherparkweg.

Eine Million Euro für Qualitätsmanagement

„Ich bin immer wieder begeistert darüber, wie viele Menschen in der Region die Radwege nutzen.“ Kein Wunder, schließlich bietet die komplette Route Industriekultur 700 Kilometer Radweg. Jährlich investiert der RVR zudem rund 20 Millionen Euro in den Ausbau neuer Radwege, eine weitere Millionen Euro gibt er für das so genannte Qualitätsmanagement aus.

Und auch ein neues Projekt wird zur Freude aller Radler ab Herbst bereits in Angriff genommen: Der Ausbau der Springorum-Trasse von Dahlhausen bis Gerthe.

Jimena Salloch

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