Opelaner wehren sich gegen Änderungskündigungen
12.09.2011 | 13:32 Uhr 2011-09-12T13:32:43+0200
Bochum. 75 Bochumer Opel-Mitarbeiter sollen an den Standort Rüsselsheim versetzt werden. Ein Großteil der Betroffenen wehrt sich jedoch mit Kündigungsschutzklagen dagegen. Der Betriebsrat kritisierte erneut die Geschäftsleitung auf einer Betriebsversammlung.
Mehr als 2000 Beschäftigte nahmen am Montag an der Betriebsversammlung der Bochumer Opel-Werke im Bochumer RuhrCongress teil.
Versetzung nach Rüsselsheim
Hauptthema der Versammlung waren die betriebsbedingten Änderungskündigungen , die Opel zum ersten Mal in Deutschland ausgesprochen hatte. 75 Mitarbeiter sind davon betroffen: Sie sollen versetzt werden und künftig am Standort Rüsselsheim arbeiten.
Rainer Einenkel , Betriebsratsvorsitzender der Bochumer Opelaner, hält diese Auswahl für willkürlich und ungesetzlich. Er machte deutlich, dass er die Einschätzung der Opel-Leitung nicht verstehe.
60 Klagen eingereicht
Seit Anfang der Umstrukturierung haben 1400 Mitarbeiter das Bochumer Opel-Werk verlassen. Sie haben Abfindungen bekommen oder wurden an den Standort Rüsselsheim versetzt.
Von den 75 Mitarbeitern haben 60 Betroffene bereits über ihre Gewerkschaft IG Metall eine Kündigungsschutzklage eingereicht . Der erste Gütetermin, bei dem über die Zukunft der Mitarbeiter entschieden werden soll, ist für den 23. September geplant.
Trotz aller Proteste des Betriebsrates hält die Opel-Leitung an den Änderungskündigungen fest. Derzeit arbeiten noch 4600 Mitarbeiter im Opel-Werk in Bochum.

19:54
Die bauen Opel nach und nach ganz ab das ist das ziel
17:02
ZU 1Tadaa
Es ist richtig das in anderen Unternehmen es auch wegen der eventuellen wirtschaftlichen Lage oder durch neue Technologien Arbeitsplätze abgebaut werden. Da spricht auch garnichts dagegen, weil eben solche Umstände kaum aufzuhalten sind. Nur eins, dass kann nicht in Ordnung sein, wenn Opel seine eigene Soziale Auswahl vornnimmt, die ein Heuern und Feuern gleich kommt. Das Personalmanagement hat hier eindeutig laut Aussage von H. Einenlkel gegen das Gesetz der Sozialen Auswahl verstoßen und um nichts anderes geht es hier. Es kann nicht sein, dass Opel seine Lieblinge behält und diejenigen die vieleicht ein oder zwei Krankenscheine hatten sowie ältere Mitarbeiter aussotiert und diese mit Zwang nach Rüsselsheim zu versetzen oder rauszuschmeißt. Das sind die Methoden die in Amerika so üblich sind und das darf bei uns in Deutschland keine Schule machen. Das Opel auf dem absteigendem Ast sitzt, rechtfertigt Opel noch lange nicht gegen geltenes Recht zu verstoßen. Ich bin davon überzeugt, dass der Richter beim ersten Gütetermin die Vertreter von Opel auffordern wird, mit dem Betriebsrat einen gemeinsamen Plan über eine Soziale Auswahl zu erarbeiten. Wenn Opel diesen Weg nicht einschlägt, werden diese Änderungskündigen einen Monatelangen Gerichtstreit zur Folge haben, den Opel sehr teuer bezahlen muss.
14:22
Unverständlich. Das gibts in allen Branchen, warum nicht auch bei OPEL?
Die bekommen neuen Job, Umzugskosten erstattet, Eingliederung vor Ort etc, davon träumen andere Arbeitnehmer.
Der BR in Bochum hat die Realität aus den Augen verloren und die entscheidenden Schlachten früher verloren und versucht das jetzt zu überkompensieren.