Opel setzt beim Zafira auf billige Leiharbeiter
09.11.2010 | 18:03 Uhr 2010-11-09T18:03:00+0100
Bochum. Mitarbeiter des Bochumer Opel-Zulieferers Söllner sollen über Umwege in die Leiharbeit gedrängt werden, um die Lohnkosten zu senken. Die Beschäftigten drängen auf Weiterbeschäftigung, da es sich schlicht um eine betriebliche Übernahme handele.
Nicht nur im Bochumer Opelwerk regiert der Kostendruck, dem bis Ende 2011 rund 1800 Mitarbeiter zum Opfer fallen sollen, auch bei vielen Zulieferfirmen steht das Personal vor einer ungewissen Zukunft. So verlieren langjährige Angestellte der Bochumer Söllner Logistic GmbH Ende November ihren Arbeitsplatz, um ihn danach an einem neuen Standort des französischen Konzerns Faurecia in Witten als Leiharbeiter wieder aufnehmen zu können.
Hintergrund: Bisher fertigte die Faurecia Exteriors GmbH, nach eigenen Angaben sechstgrößter Automobilzulieferer weltweit, im Auftrag von Opel in Essen die Stoßstangen für den Zafira, der ebenfalls französische Lieferant Plastic Omnium die für den Astra.
Auch der Bochumer Opel-Betriebsratschef Rainer Einenkel rät den Söllner-Mitarbeitern, „zu prüfen, ob Faurecia nicht gezwungen ist, sie zu übernehmen.“ Es sei „bedauerlich, wenn Stammbelegschaft gegen Leiharbeiter ausgetauscht“ werden soll.
Plastic Omnium erhielt aber die „Oberhoheit über den Montage- und Sequentieraufwand“ für die Stoßstangen beider Modelle, so Werner Hecke, Personalleiter der Faurecia in Essen, damit diese dem Produktionstakt entsprechend im Bochumer Opelwerk landen, in dem beide Modelle vom Band laufen. Plastic Omnium gab den Auftrag wiederum an die europaweit agierende Söllner GmbH ab, die allein in Bochum 30 Festangestellte und 15 Leiharbeiter beschäftigt.
Da die Produktion des Astra mittlerweile aber „unglaublich an Volumen verloren“ habe, so Hecke, habe Opel die Oberhoheit an Faurecia übertragen, woraufhin der Zafira-Zulieferer eine neue Montagehalle in Witten-Annen errichtet hat.
So weit, so schlecht, denn die Söllner-Mitarbeiter will Faurecia nicht übernehmen. Lediglich eine Logistikerin von Plastic Omnium und drei Schichtführer von Söllner wurden eingestellt, die Produktionsmitarbeiter least man vom Personaldienstleister Randstad, stockt den Stundenlohn von 7,20 Euro aber immerhin um 2,40 Euro auf.
Söllner zahlt seit Oktober keine Löhne mehr und meldete Insolvenz an
Söllner zahlt seit Oktober keine Löhne mehr, meldete am 29. Oktober Insolvenz an und nannte sich – wohl um den guten Namen zu schützen – einen Monat zuvor in LMB Logistik Montage Bochum GmbH um. Die ersten Maschinen, die nach Aussage von Werner Hecken in Besitz von Opel sind, wurden bereits am 18. Oktober nach Witten verlagert, in Bochum gehen Ende November die Lichter aus.
Die Mitarbeiter, die im Durchschnitt etwa 2000 Euro brutto ohne Zulagen verdient haben und ihre Arbeit derzeit trotzdem fortsetzen, sind verzweifelt: „Man will uns in die Leiharbeit drücken. Wir wissen nicht, wie es weitergehen soll.“ Sie drängen auf Weiterbeschäftigung, da es sich schlicht um eine betriebliche Übernahme handele, und haben deshalb eine Düsseldorfer Anwaltskanzlei mit dem Fall betraut.

12:55
Hallo Theodor,wenn das stimmt dann ist das mit worten nicht zu beschreiben,man müsste es nur beweisen können,was aber leider unmöglich ist.
21:54
Ich glaube die Firma Söllner und Faurecia arbeiten eng zusammen, um Söllner Mitarbeiter los zu werden und warum hat die Firma Plastik Omnium zugelassen, daß die Firma Söllner in die Insolvenz geht. Ganz Deutschland muß wissen, daß die Mitarbeiter von Söllner immer noch für Opel umsonst arbeiten. Hallo Tief im Westen, ich find dich gut. Die Bauern da unten haben bestimmt keine Zeitung.
15:34
HalloTief imWesten,du Schreibst mir aus der Seele,kann das sein das wir uns kennen?.
12:29
Ich glaube nicht, dass die Bauern da unten über eine regionale Tageszeitung verfügen.
11:34
Warum wird in der Heimat von Söllner, kein Artikel über diese Sauerei geschrieben????.
Wenn ich schon leese der gute Name hat Söllner einen guten Namen???????????????
17:50
Opel als Auftagsvergeber hat natürlich eine gewisse Mitschuld an dieser Entwicklung. Immer nur das günstigste Angebot der Bewerber annehmend verursacht natürlich einen immensen Kostendruck bei den Zulieferern, der dann an das Personal weitergegeben wird. Über Qualität lässt sich dabei natürlich trefflich streiten.
17:36
hallo !!!!!!!! für den Kindergarten sind wir wohl alle ein wenig zu alt. Fakt ist: Faurecia besetzt bestehende Arbeitsplätze jetzt und in Zukunft mit billigeren Leiharbeitern. Das ist dem Festpersonal gegenüber hochgradig unsozial. basta
17:05
Ich rede das Produkt Opel nicht kaputt.
Ich bemängele nur die Arbeitsbedingungen, das Betriebsklima und das verhalten der Vorgesetzten gegenüber ihren Untergebenen.
Aber als Führungskraft wie Sie, sind natürlich immer die anderen Schuld.
Nur zur Info: Ich fahre weder ein Fremdfahrzeug noch parke ich auf einem Opelparkplatz.
16:42
da Sie ja Opel eh kaputt reden, und Opel Bochum geschlossen wird, erledigt sich das mit dem rausschmeissen von selbst, viel Spass bei Hartz 4.
16:26
@ Schlimmer
Sie sind mir hier mit Ihren Thesen schon öfter unangenehm aufgefallen.
Sie können mich ja rausschmeißen.
Aber dafür sind Sie, Gott sei Dank, ein zu kleines Licht.
Wünsche Ihnen aber trotzdem noch eine schöne (Nacht) Schicht.