Opel besteht auf Stellenabbau in Bochum
21.03.2011 | 13:08 Uhr 2011-03-21T13:08:00+0100
Bochum. Die drohenden Kündigungen von 1200 Stellen im Opel-Werk Bochum sind nicht vom Tisch. Das wurde bei einer Belegschaftsversammlung im Bochumer RuhrCongress deutlich. Der Betriebsrat kämpft indessen um jede Stelle am Standort.
Opel bleibt bei seinem Plan, kurzfristig im Werk Bochum 1200 Stellen zu streichen. „Wir müssen im großen Maßstab denken und alle Opfer bringen“, sagte Opel/Vauxhall-Personalvorstand Holger Kimmes auf einer Belegschaftsversammlung am Montag im Bochumer Veranstaltungshalle RuhrCongress.
Vor mehreren tausend Opel-Mitarbeitern hatte Betriebsratsvorsitzender Rainer Einenkel zuvor dargestellt, dass Opel ab 30. April Kündigungen aussprechen will, wenn bis dahin nicht 1200 Mitarbeiter sich auf eine Abfindung oder auf eine Versetzung nach Rüsselsheim einlassen, wo über 300 Stellen frei sind. Die Kündigungsabsicht , die Einenkel schriftlich vom Vorstand vorliegen hat, wurde von Kimmes nicht bestätigt. „Die Unternehmensleitung ist darauf nicht eingegangen,“, sagte der Betriebsratschef nach der Versammlung. „Sie hat aber auch nicht widersprochen.“
Einigungsstelle soll in Bochum tagen
„Wir sind eine große Baustelle, Bochum muss seinen Teil dazu beitragen“, hatte Kimmes deutlich gemacht - vor dem Hintergrund, dass Opel/Vauxhall im Jahr 2010 im Europageschäft ein Minus von 1,3 Milliarden Euro verbuchen musste. Es sei Zeit, „einen Schlussstrich zu ziehen“.
In Kürze soll die Einigungsstelle ihre Arbeit aufnehmen, nachdem die Opel-Geschäftsleitung letzten Mittwoch die Verhandlungen um den Stellenabbau als gescheitert erklärt hatte. Die Stelle werde voraussichtlich in Bochum tagen, sagte Einenkel.
Betriebsrat kämpft um jede Stelle
Der Betriebsrat werde dabei weiter seinen Kurs halten und um jede Stelle in Bochum kämpfen, wurde in der Belegschaftsversammlung deutlich. Einenkel: „Wir lassen keine betriebsbedingten Kündigungen zu. Wer gehen will, kann gehen. Wer nicht, der muss hierbleiben können.“
Chancen, Stellen zu erhalten, sieht der Betriebsrat in der Getriebefertigung. Ob die rund 400 dort Beschäftigten weiterarbeiten können, sollte ohnehin erst im Herbst entschieden werden, erinnerte der Betriebsratsvorsitzende: „Es wäre Wahnsinn, wenn Opel jetzt Kündigungen ausspricht und hinterher, wenn man doch die Leute braucht, Leiharbeiter einstellt.“

20:09
ohja als sehr intressierter Bochumer*lach*na FB 1848 Sie müssen es ja wissen:-)
16:43
Schlimmer ist ein frustrierter Opelaner dem die Kündigung droht.
Würde an seiner Stelle genauso reagieren :-)
15:00
Mensch Schlimmer, jetzt bleiben Sie mal sachlich und werden nicht unverschämt.
Ich habe hier nur meine Sicht der Dinge geschildert. Als interessierter Bochumer.
14:57
Schadenfreude ist auch eine Freude ,nech?!
14:54
dann halten sie sich auch demnächst mit Ihren Kommentaren zurück,oder haben sie Langeweile??
14:51
Da ich nicht bei Opel beschäftigt bin, konnte ich an der Versammlung auch nicht teilnehmen.
Woher soll ich denn wissen, wie es bei Opel weitergeht?
13:40
das sie Alles schon im voraus wissen wie es mit dem Opel Werk Bochum weiter geht.... arbeiten sie da, waren sie gestern dabei bei der Versammlung??
13:38
versteh ich nicht schlimmer, was meinen Sie??
12:52
hauptsache.. Kadett´´ 1960 rafft es!!!
10:02
Also, die Zahl 1200 steht fest. Daran gibt es anscheinend nichts mehr zu Rütteln.
Wer jetzt die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt hat, dem ist nicht mehr zu helfen.
Es sollte sich doch jeder hinterfragen, ob für den Einen- oder Anderen nicht doch ein Wechsel nach Rüsselsheim in Frage kommt. Hängt halt immer von den sozialen oder familiären Verhältnissen ab.
Ihr könnt doch froh sein, einen BR wie Rainer Einenkel zu haben. Ohne seine diplomatischen Fähigkeiten und sein Verhandlungsgeschick, wäre das Werk doch schon längst dicht. Aber das raffen die Meisten immer noch nicht.