„Olli Ruhrpott“ war offenbar schon länger in der Szene aktiv

In diesem Haus in Bochum-Wattenscheid lebte der Terrorverdächtige seit etwa drei Jahren..
In diesem Haus in Bochum-Wattenscheid lebte der Terrorverdächtige seit etwa drei Jahren..
Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services
Es zeichnet sich immer mehr ab, dass der am Mittwoch festgenommene Olaf O. schon seit Jahren in der rechten Szene aktiv gewesen ist.

Bochum.. Gegen den in der Nacht zum Mittwoch in seiner Wattenscheider Wohnung von Spezialkräften der Polizei festgenommenen Olaf O. wurde noch am gleichen Tag vom Untersuchungsrichter am Bundesgerichtshof in Karlsruhe Untersuchungshaft verhängt. Dies teilte die Bundesanwaltschaft mit.

Mit Hinweis auf die Ermittlungshoheit der Bundesanwaltschaft wollte die Bochumer Polizei Hinweise nicht bestätigen, dass Olaf O. oder „Olli Ruhrpott", wie er sich selbst im Internet bezeichnete, sich schon seit Jahren in der rechten Szene äußert aktiv gezeigt habe.

Seit 2012 in der rechten Szene aktiv

Bereits 2012 soll er sich nach WAZ-Informationen bei einer sogenannten „Vereinigten Kameradschaft Deutschland“ engagiert haben. In der von einer linken Gruppe ins Netz gestellten „Dokumentation“ tauchen Fotos eines „Olli“ aus Wattenscheid mit der Bezeichnung „Stellvertretender Gauleiter NRW“ auf. Ob es sich dabei um den jetzt Festgenommenen handelt, wollte am Donnerstag ebenfalls niemand bestätigen. Der Beschuldigte sei zudem auf verschiedenen rechten Aufmärschen in den Jahren 2013 und 2014 erkannt worden. Aber auch für diese Darstellungen aus Kreisen Bochumer Antifaschisten gibt es keine offizielle Bestätigung.

Unterdessen räumen die Stadtwerke Bochum ein, dass sie im Gebäude an der Parkstraße, in dem der Polizeieinsatz stattfand, wegen des Verdachts des Stromdiebstahls ermitteln. Nach Informationen der WAZ soll sich dieser Verdacht gegen Olaf O. richten.

Fest steht mittlerweile auch, dass Mitarbeiter des städtischen Gesundheitsamtes unmittelbar nach der Polizeiaktion hinzugezogen worden sind. Hintergrund sei eine Vermüllung der Wohnung aber auch eine Verkotung offenbar durch den Hund des Verdächtigen.