Olaf Hennig präsentiert sich in der Zeche als Schlager-Rocker

Mit „Die Manege ist leer“ landete er 1997 seinen ersten Hit. Schade, dass der Titel als Eröffnungssong in der Zeche nur allzu zu gut passte. Vor nur rund 150 Besuchern bewies Olaf Henning am Sonntagabend, dass er weit mehr drauf hat als die üblichen Verdächtigen im Schlager-Heile-Welt-Metier.

Wenn nicht bei seinen Singles („Cowboy & Indianer“), so doch bei seinen Alben und Live-Auftritten ließ der gebürtige Mülheimer immer wieder rockmusikalische Ambitionen erkennen. Bei seinem jüngsten Album ist der Titel Programm: „Alles was ich immer wollte“ markiert für den 47-Jährigen einen weiteren Schritt hin zu einem Künstler, der zwar seine Schlager-Wurzeln nicht verleugnet, sich mit einer erstklassigen Band gleichwohl auf den Weg zu einem – nun ja – Schlager-Rocker gemacht hat. Mancher Fan aus der Disco-Fox-Fraktion staunte zwar über Henning in Lederjacke und Mick-Jagger-Pose, rockte dann aber fleißig mit, als Olaf sowohl mit Titeln aus der neuen CD als auch aufgepeppten älteren Erfolgsnummern wie „Alarmstufe Rot“ oder „Blinder Passagier“ überzeugte. Höhepunkt: seine Version des ZZ-Top-Klassikers „Gimme all your Lovin“.

Ein leider viel zu schlecht besuchter „Pilot“ für Hennings im Herbst und Winter geplante Schlager-Rock-Tour durch deutsche Lande. Womöglich gibt’s zum Jahresende ein Wiedersehen in Bochum: Für Olafs traditionelles Weihnachtskonzert ist die Zeche im Gespräch.