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Ohne "Bochum" ließ er sie nach Hause

11.06.2007 | 12:10 Uhr

Grönemeyer begeisterte gestern Abend dennoch das Publikum im Stadion

Wenn die Ostkurve leer ist, trotz eines Heimspiels, dann liegt's nicht am VfL: Zum gestrigen Konzert von Herbert Grönemeyer ("Ich bin zu Hause") wurde der Fan-Block im Stadion für die Bühne gebraucht.

28 000 Besucher erlebten einen überaus gut gelaunten Musiker und Sänger, der sein Publikum sofort im Griff hatte. Die Massen ließen sich zu La-Ola-Wellen hinreißen, und oben stand ihr Herbie und dirigierte. Er nutzte leichtfüßig den Laufsteg, der von der Bühne zu den Zuschauern führte: Grönemeyer, der Dritte von links im Männerballett, der aus der Reihe tanzt.

Er spielte im Wechsel Stücke seines neuen Albums "12" mit solchen von "Mensch" und auch ganz alte; doch gerade die waren es, die die Zuschauer zum Mitsingen animierten. Die Stimmung war bestens, ob unten auf dem Spielfeld oder in den Rängen. Brigitte Kahle (52) war eigens aus Mönchengladbach angereist, um Grönemeyer in Bochum zu erleben: "Leider kann ich die Texte nicht alle verstehen; die hätten auf der Leinwand eingeblendet werden müssen, zum Mitsingen."

Draußen vor dem Rewirpower-Stadion hatten es sich einige "Schwarzhörer" mit Getränken auf Decken gemütlich gemacht: Lauschen langte. Die Videoleinwand drinnen zeigte Ausschnitte des Live-Gigs genauso wie Videoclips, bei denen Herbert sogar als Transe zu "Männer" zu sehen war. Noch ein seltener Anblick: Grönemeyer an der Gitarre. Das Stück "Bochum", der wohl emotionalste Moment des Abends, folgte recht früh, und alle waren sich da sicher: Das kommt als Zugabe noch einmal.

Zum Abschluss des über zweieinhalbstündigen Konzertes gab's ein Feuerwerk, doch das Publikum ließ nicht locker: "Ohne Bochum geh'n wir nicht nach Haus'." Die Menge forderte vergeblich: Nach langem Klatschen und Pfeifen gaben die Zuschauer auf und machten sich auf den Heimweg.

Von Sabine Vogt

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