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Nischen-Unternehmen

Öko ist nur ein Nebeneffekt

28.08.2010 | 00:00 Uhr
Öko ist nur ein Nebeneffekt
Gabriele Rüters, Inhaberin von „Arcus - Natürlich Wohnen“, setzt auf Massivholzmöbel mit Öko-Siegel nach dem Baukastensystem. Foto: Horst Müller

Hier assoziiert mit Eiche niemand das Adjektiv „rustikal“, sondern eher gradlinige, klare Formen, die in ihrer Modernität sogar einen Feng-Shui-Test bestehen könnten. Welche optische Leichtigkeit Massivholz haben kann, zeigt das Möbelsortiment des Bochumer Unternehmens Arcus.

Gabriele Rüters, ausgebildete Baubiologin, hat sich vor 25 Jahren, nach ihrem Innenarchitektur-Studium, mit ökologischen Wohnmaterialien eine Nische geschaffen. „Damals gab’s noch nicht viel, bei Teppichen etwa nur zwei Beläge in wollweiß.“ Heute schwelgen die Nuancen in allen Tönen der Farbskala, auch den knalligen. Ihrer Neigung zu natürlichen und unbelasteten Produkten ist sie treu geblieben und hat daraus eine Geschäftsidee entwickelt.

Doch Öko allein macht nicht glücklich: Gabriele Rüters fand selbst nicht allzu viel Gefallen an den Möbeln, die auf dem Markt zu haben waren. Sie galten zwar als schadstofffrei, aber auch als nicht besonders schön. „Die Sachen waren mir nicht modern genug“, erinnert sich die Fachfrau. Und so begann sie, Produkte weiterzuentwickeln zusammen mit Herstellern, die Naturharzöle benutzen und offen für neue Anregungen waren.

Damit startete sie mitten im Grünen auf dem Stenshof in Höntrop, bevor sie vor zehn Jahren mit ihrem Betrieb an die Berliner Straße wechselte. Bewusst blieb die Architektur der ehemaligen Schaltkästenfabrik erhalten, „Industriedesign als Kontrapunkt zum natürlichen Wohnen“. Im Herbst besteht das Unternehmen 25 Jahre, Jubiläumstag ist der 9. Oktober.

Nach und nach erwuchs eine Palette an Einrichtungsideen. Inzwischen kommen die Kunden nicht vorrangig wegen der Öko-Siegel, sondern wegen des Designs. „Dass unsere Produkte schadstofffrei sind, gilt als selbstverständlich, ist mehr ein angenehmer Nebeneffekt.“

Haupteffekt hingegen ist, dass die Möbel mit einem Baukastensystem individuell nach den Kundenwünschen und dessen räumlichen Möglichkeiten geplant und angepasst werden. „Der Kunde erklärt, was in dem Raum passieren soll“, erklärt Gabriele Rüters. Zudem gebe es immer Stücke, von denen man sich nicht trennen mag und die ins neue Ensemble integriert werden sollen.

Es gibt für jeden Schrank, jede Couch und Essecke Varianten in der Größe, der Ausfertigung, im Material und in der Farbe. Die Auswahl umfasst sieben Holzarten. Hat der Kunde sich für eine Stilrichtung entschieden – ob eher gradlinig, puristisch oder doch vielleicht verspielter –, beginnt die Wohnberatung in den vier Wänden des Kunden. „Stil, Farbe und Licht sind Elemente, die wir bei der Einrichtung unbedingt berücksichtigen. Wir wissen aus Erfahrung, was möglich ist, wo Größen angepasst oder Ensembles anders platziert werden müssen.“ Erst dann werden die neuen Möbel angefertigt.

Das Arcus-Team besteht aus acht Leuten und arbeitet mit Handwerksbetrieben zusammen, zudem verfügt das Unternehmen über einen eigenen Schreiner. „Dadurch können wir alles aus einer Hand anbieten“, sagt die Chefin. Damit Teppichboden, Gardinen und Wände auch zu den neuen Möbeln passen.

Die Produktpalette umfasst zumeist moderne, puristische Betten, Tische, Schränke, Sitzmöbel und Küchen. Das macht sie nahezu zeitlos und gibt den Massivholzmöbeln eine unbeschwerte Eleganz. Doch auch der Geschmack des Landhausstils kann bedient werden, ebenso nach den strengen Öko-Richtlinien hergestellt wie die modernen Ensembles. „Unsere Möbel erliegen keinem wechselnden Modetrend.“ Und erreichen damit eine Wohnharmonie, auf die auch das Feng-Shui-Prinzip zielt.

Sabine Vogt

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Kommentare
29.08.2010
10:53
Öko ist nur ein Nebeneffekt
von Petrosilia auf dem Besen | #4

@GerdBO,so kann man das nicht sagen,jeder Mensch ist auf seine Weise schön und etwas
besonderes,außerdem ist Schönheit subjektiv!

29.08.2010
00:34
Blockierter Kommentar.
von GerdBO | #3

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

28.08.2010
17:19
Öko ist nur ein Nebeneffekt
von Qualitaetsfreek | #2

Bei Arcus arbeiten Menschen mit einem fast untrüglichen Riecher wer als Kunde in Frage kommt. Eben fast - wie sagte Julia Roberts in ihrem Debutfilm - schade wirklich schade. Da ging ein satter Umsatz nach Dortmund.

Die billige Alternative ist leider gelegentlich so billig, das man irgendwann keine Lust mehr hat dort zu kaufen. Zumal dann noch beim Umtausch Stress gemacht wird.

28.08.2010
16:43
Öko ist nur ein Nebeneffekt
von turbogeli | #1

schon mal dagewesen? ist nur für leute mit etwas mehr im geldbeutel. gibt einen ebenfalls guten laden, ist erheblich günstiger. fand die beratung auch nicht gerade umwerfend.

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