Nur 40 Besucher bei erster Scheidungsmesse

Die Veranstalter der bundesweit erste Scheidungsmesse planen eine Neuauflage: (v.r.) Jens Becker, Christopher Prüfer und Caba Kroll.
Die Veranstalter der bundesweit erste Scheidungsmesse planen eine Neuauflage: (v.r.) Jens Becker, Christopher Prüfer und Caba Kroll.
Foto: imago/epd
Was wir bereits wissen
Die von einer Bochumer Agentur mitveranstaltete erste Scheidungsmesse fand mäßige Resonanz. 40 Besucher kamen in den Goldsaal der Westfalenhalle.

Bochum.. 40 Frauen und Männer besuchten am Wochenende die bundesweit erste Scheidungsmesse in Dortmund. Die Bochumer Mitveranstalter erkennen gleichwohl keinen Flop. „Die Resonanz macht uns Mut für eine Neuauflage“, sagt Caba Kroll.

Die Riemker Agentur Kroll/Schäfer und das Düsseldorfer Online-Portal „Added Life Value“ hatten die „Neustart“-Messe am Samstag im Goldsaal der Westfalenhalle veranstaltet. Im Vorfeld war mit einigen hundert Besuchern gerechnet worden. Letztlich waren es gut drei Dutzend Geschiedene und Scheidungswillige, die sich an 30 Ständen u.a. rechtlichen und finanziellen Rat einholten oder sich über Wellness, Reisen oder neue Frisuren informierten. Die angekündigte „Scheidungs-Party“ am Abend geriet zur intimen Kennenlernrunde. „Die 30 Gäste, die da waren, hatten aber großen Spaß“, betont Caba Kroll.

Aussteller der Scheidungsmesse sind zufrieden

An die Idee einer Scheidungsmesse glauben die Veranstaltungspartner nach wie vor. „Wir wussten, dass der Anfang schwer wird. Deshalb bemessen wir Erfolg oder Nichterfolg nicht allein an den Zahlen. Die meisten Aussteller zeigten sich von den Gesprächen mit den Besuchern zufrieden und würden wiederkommen“, so die Bochumer Agentur, die auch das gleichzeitige BVB-Heimspiel als Grund für die mäßige Resonanz anführt: „Einige Besucher haben keinen Parkplatz bekommen und sind wieder umgekehrt.“

Für das kommende Jahr ist eine zweite „Neustart“-Messe geplant, bekräftigen die Organisatoren – trotz der Kritik des Erzbistums Paderborn, dessen Sprecher bemängelt hatte: „Es ist befremdlich, dass bei dieser Veranstaltung das Scheitern zum Event wird.“ Es werde „ein gewisser Wertewandel deutlich, wenn das positive Lebenszeugnis der Ehe plötzlich umgekehrt wird“. Dadurch könnten stabile Lebenspartnerschaften entwertet werden.