NPD-Aktivist soll Brände in Bochum gelegt haben um Antifa zu belasten
21.02.2011 | 18:05 Uhr 2011-02-21T18:05:00+0100
Bochum.Gegen einen jungen Aktivisten der NPD hat die Bochumer Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Der 19-jährige Wattenscheider soll mehrere Brände gelegt und danach gezielt versucht haben, den Verdacht auf antifaschistische Gruppen (Antifa) zu lenken .
Ein Aktivist der Bochumer NPD muss jetzt mit einem Prozess vor dem Bochumer Landgericht rechnen. Die Staatsanwaltschaft hat vor kurzem Anklage gegen den 19-jährigen Wattenscheider erhoben. Das bestätigte am Montag ein Sprecher des Gerichts auf Anfrage der WAZ.
In dem Fall steckt eine Menge Brisanz. Der Staatsanwalt wirft dem NPD-Mitglied eine Reihe von Brandanschlägen in Bochum zwischen Juni und September 2010 vor. Er soll sie selbst begangen haben, um sie der antifaschistischen Bewegung (Antifa) in die Schuhe zu schieben.
Briefkastenteile flogen nach Explosion bis zu 20 Meter weit
Herausragend in der Anklage ist der Punkt „Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion“. Am 9. Juli 2010 soll der 19-Jährige die Briefkastenanlage seiner Wohnung mit einem selbst gebastelten Zündsatz in die Luft gejagt haben. Dabei habe er eine Kohlensäure-Kapsel und in Papier eingewickelte Wunderkerzen verwendet. Einzelne Teile flogen bis zu 20 Meter weit. Laut Anklage entstand ein Sachschaden von 1500 Euro. Am Tatort - so der Vorwurf - legte der NPD-Anhänger dann Flugblätter aus, die als Bekennerschreiben der Antifa gekennzeichnet waren. „Achtung Nazi!“ stand darauf.
Tatsächlich wurde damals auch gegen Mitglieder der Antifa ermittelt. Dabei soll der NPD-Aktivist erneut den Verdacht auf sie gelenkt haben.
Zwei Autos brannten
Die Anklage wirft dem 19-Jährigen auch vor, die Wohnungstür einer engen Verwandten in seiner Nachbarschaft angezündet zu haben. Im Hausflur soll er ein Flugblatt ausgelegt haben: „Schlagt ihre Führer tot.“ Auf dem Blatt standen angeblich die Namen des 19-Jährigen und weiterer rechter Aktivisten: Man solle ihnen „den Schädel entzwei“ schlagen.
Die Anklage geht auch von zwei ähnlichen Brandlegungen in Bochum und Wattenscheid aus. Einmal brannten sogar zwei geparkte Autos, wie es heißt. Sachschaden laut Anklage: 15 000 Euro.
Der NPD-Aktivist ist vor der 3. Jugendstrafkammer angeklagt. Das Gericht prüft aber noch, ob sie die Anklage zulässt. Folglich gibt es auch noch keinen Prozesstermin. In den nächsten Tagen will der Beschuldigte eine Stellungnahme zu den Vorwürfen abgeben.

17:13
schändung des juden letzte ruhestätte eingestellt, einbruchversuch und sachbeschädigung bei der mutter, mehrfach eingeworfene fensterscheiben bei seiner mutter, sprenggung seines briefkastens, zusammengeschlagen worden und jetzt auch noch knallkörper gezündet. alles unter den augen der aufpasser vom staatsschutz und v v s? man könnte leicht auf den gedanken kommen, das die herren und damen aufpasser ihm das unter gejubelt haben.unseren sauberen rechtstaat traue ich alles zu, nur um eine partei oder gruppierung zu denunzieren und angebliche straftaten unter zu schieben. ganz dreckiges spiel wie mir scheint !
17:37
@14
Der Mann ist noch nicht verurteilt. Oder waren Sie mit dabei, da Sie ja so gut Bescheid wissen? Das wird ein reiner Indizienprozess, indem es für keine Strafttat einen Augenzeugen gibt. Wahrscheinlich gibt schwarz vermummte Geister, die bei seiner Mutter. den Hausflur vollgeschmiert haben, mehrfach die Fenster eingeworfen haben und die Wohnungstür der Mutter eintreten wollten. War es es vielleicht auch? Er hat sich wahrscheinlich auch selber öfter zusammengeschlagen!!!! Wie gut, dass es keine Gewalt von Links gibt oder es zumindest keine Medien interessiert. ****** Politik!!!!
13:43
Hoffentlich wird der Sachverhalt vor Gericht verhandelt. Vor kurzem noch wurde bekannt gegeben, dass die Ermittlungen zur Schändung des jüdischen Friedhofs Ende 2010 eingestellt wurden. Wenn jetzt ein jung-Nazi Autos abbrennt und Haustüren wegsprengt ohne dafür bestraft zu werden ist das nicht hinnehmbar. Das Signal seitens unseres Rechtsverständnisses sollte doch sein: Wer permanent Volksverhetzende Schandtaten begeht und nun sogar mit Sprengstoff hantiert wird weggesperrt.
09:56
#12 Deutlich mehr Anhänger??
Sorry, die NPD ist radikal rechts, gewaltverherrlichend und auch noch ziemlich dumm (siehe Email Veröffentlichungen).
Kein einigermassen nachdenkender Mensch kann diese Partei wählen!
09:34
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
08:54
Daphnina:
http://de.wikipedia.org/wiki/Aktivist
08:31
NPD-Aktivist
Da sWort Aktivist ist hier falsch eingesetzt.
Aktivisten wurden in der DDR für ihre Tätigkeiten gelobt und mit Ehren und Orden bedacht.
Trifft das bei den NPD-Mann, der Brandstifter ist, auch zu?
08:10
Ich finde es ja richtig und wichtig, dass man sich um rechtsextremistische Straftäter kümmert. Ich sehe es jedoch ganz anders als #2. Leider ist Justiz, Politik und die Öffentlichkeit häufig auf dem linken Auge blind.
Jede Art von politischem Extremismus sollte gleich verfolgt werden. Linksextremismus gefährdet unsere Demokratie in gleichem Maße.
Zu empfehlen ist ein Buch mit dem Titel Die Täter sind unter uns von Hubertus Knabe, dem Leiter der Gedenkstätte Hohenschönhausen.
00:06
Ach, da wird unsere Justiz doch sicher eine Lücke finden, damit es nicht zur Eröffnung des Verfahrens kommt.....
23:45
@Sennid: Bisher ist nur von soll/hätte/wäre/wenn die Rede. Also ist es doch normal, dass man nach Beweisen fragt, wenn an der Sache was dran ist. Selbst ein Gerichtstermin ist wohl fraglich ?