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Hiltroper Rosenmontagszug

Zukunft des Zuges ungewiss

08.11.2012 | 18:05 Uhr
Zukunft des Zuges ungewiss
Stets ein farbiger Hingucker, der Hiltroper Rosenmontagszug.Foto: archiv

Hiltrop. Seit mehr als 30 Jahren sorgt der Verein Hiltroper Rosenmontagzug (HZR) dafür, dass an Rosenmontag jedes Jahr ein Umzug „um die Hiltroper Alpen“ zieht, der bis zu 5000 Besucher anlockt. Doch obwohl das närrische Treiben zum festen Bestandteil des Kultur-Programmes im Bochum Norden gehört, ist deren Fortbestand derzeit ungewiss.

Die Ursprünge des Hiltroper Rosenmontagszuges liegen im Wirtshaus Hubbert. Dort trafen sich Mitglieder des Reitervereins und Wirtshausgäste und beschlossen, dass auch Hiltrop einen Karnevalszug an Rosenmontag benötigt. Überlieferungen zu Folge soll dabei der Genuss von Gerstensaft ein nicht unwichtiger Grund gewesen sein. Doch aus einer kleinen Schar von Hiltroper und Bergener Bürgern, die zu Fuß, zu Pferde und auf Bauernwagen durch den Stadtteil zogen, wurde in den Jahren ein großes Unterfangen. Denn der dafür gegründete HRZ um Vorsitzenden Karl-Heinz Sternberg hat in den letzten Jahren mit viel ehrenamtlichem Engagement, Ausdauer und auch Mut dafür gesorgt, dass der Zug doch immer wieder rollte.

Zwar konnte und will sich der Hiltroper Rosenmontagszug nicht mit seinen großen Brüdern in Stiepel und Höntrop messen, aber gerade der „dörfliche Charme“ des professionell organisierten Zuges war stets der Grund, warum an Rosenmontag Närrinnen und Narren aus dem ganzen Norden und den angrenzenden Stadtteilen nach Hiltrop kommen. Doch nahm in den letzten beiden Jahren die Zahl der Zugteilnehmer und Wagen ab.

Der Verein konnte bislang organisatorische Herausforderungen stemmen (z.B. höhere Sicherheitsauflagen nach der Loveparade-Katastrophe, Suche eines neuen Abschlussortes auf dem ehemaligen Kalksandsteinwerksgelände). Vorsitzender Karl-Heinz Sternberg betont, dass es von einer „angemessenen Beteiligung“ abhängt, ob der Hiltroper Rosenmontagszug 2013 überhaupt stattfinden wird. „Die Durchführung wird nicht erfolgen, wenn die Beteiligung am Zug nicht gesteigert werden kann“, so Sternberg. Sollte der Zug ausfallen, soll der Vorstand auf der Jahreshauptversammlung im Januar beauftragt werden, neue Konzepte zu suchen. Dabei soll auch über Ideen zur Änderung der Zugstrecke, des Zugtages oder die Einbindung des Stadtteils Gerthe nachgedacht werden.

Aber noch gibt der HRZ den Rosenmontagszug 2013 nicht auf.

Christian Schnaubelt



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