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Zentrum als Sanierungsgebiet

25.10.2012 | 18:16 Uhr
Zentrum als Sanierungsgebiet
Die Alte Apotheke am Castroper Hellweg verfällt; ein Schandfleck, findet nicht nur die CDU.Foto: Joachim Haenisch

Nord. Der Etat, über den der Bezirk Nord selbst verfügen kann, ist viel zu klein; darauf wies Karl-Otto Mey (SPD) hin und erntete allgemein Zustimmung während der Haushaltsberatung. „2013 stehen nur 505 000 Euro zur Verfügung für Hoch-, Tiefbaumaßnahmen und Grün.“

Investiert werden soll primär in die Sanierung von Schulen und Jugendfreizeiteinrichtungen. Christian Schnaubelt (Grüne): „Insbesondere der hohe Sanierungsbedarf am Schulzentrum Gerthe zeigt, dass der Bezirk Nord aus Eigenmitteln diese Mammutaufgabe nicht stemmen kann. Wir sehen den Rat gefordert, das Schulzentrum überbezirklich besonders zu fördern.“ Aktuell sollen dort Fenster und Fassaden saniert werden für 254 400 Euro.

Reparaturen an Schulen

An der Maischützenschule werden die Duschen in der Turnhalle saniert für 80 000 Euro, an der Grundschule Frauenlobstraße sind es das Dach des Vorbaus und die Türanlage für 55 000 Euro. In die Jugendhäuser Schultesche Heide und Wodanstraße werden 20 000 Euro, Hegelstraße 12 500 Euro investiert. Das alte Amtshaus Gerthe an der Heinrichstraße, wo die Bezirksvertretung tagt, erhält Erneuerungen an der Flurbeleuchtung, auch der Blitzschutz wird instand gesetzt.

Im Grünbereich setzen SPD/Grüne Akzente an den Harpener Teichen, im Volkspark Hiltrop und im Bockholt (20 000 Euro für Wegebau). 26 000 Euro sind vorgesehen für Gehwegerneuerung zwischen Spreestraße und Zur Burkuhle, 14 000 Euro für die Pflasterung des Weges an der Ostwaldstraße. Für die Pflasterung des Gehwegs Heimatscholle bis zur Straße am Hillerberg sind 7000 Euro eingeplant. Auch die CDU sieht einen Konsens mit der Verwaltungsvorlage: „Die Ansätze, die den Bezirk Nord betreffen, werden von meiner Fraktion mitgetragen“, soweit Heinrich-August Mikus. Überdies machte die CDU Vorschläge, die als Anregung aufgenommen wurden: So soll Gerthe-Mitte zum Sanierungsgebiet erklärt werden, damit der Stadtteil mit Fördermitteln wieder lebenswerter gemacht werden könne. Dazu zählt Mikus ein Gebiet zwischen Heinrich- und Hans-Sachs-Straße, Hiltroper Landwehr bis Gerther Heide, Markplatz, Lothringer- bis Schürbankstraße und das Lothringen 1-Gelände. „Dass eine Überplanung dieses Areals notwendig ist, hat neulich die öffentliche Diskussion am WAZ-Mobil gezeigt.“

Um Gerthe aufzuwerten, müssten aber auch Schandflecke verschwinden, fordert die CDU. Mikus nennt die Gerther Apotheke. Auch diese Immobilie war am WAZ-Mobil viel debattiertes Thema: Der Eigentümer lässt das Haus mit der durchaus charmanten Fassaden verrotten. Jeder Versuch von Politikern, auf ihn einzuwirken, scheiterte bislang: Er zeige keine Gesprächsbereitschaft, wie Vertreter mehrerer Fraktionen versicherten; und Eingreifen könne die Stadt nur, wenn vom Eigentum Gefahr für die Allgemeinheit ausgehe.

Sabine Vogt


Kommentare
28.10.2012
12:04
Zentrum als Sanierungsgebiet
von noeppi1 | #2

Wie CDU Mikus fordert, müssen Schandflecke verschwinden. Wie oben angeführter Bericht mal wieder bestätigt, muss erst keine ,, Schandflecke" schaffen. Ich meine finanzielle Schandflecke, das Musikzentrum.Wahrscheinlich optisch schön, aber innen hohl, nur gefüllt mit Schulden und Haushaltssorgen.

1 Antwort
Zentrum, nicht Musikzentrum!
von MitDerBahn | #2-1

Soll das beschlossene Musikzentrum in Gerthe stehen? Das habe ich aber anders verstanden.

Ach noeppi1: Thema erneut verfehlt!

25.10.2012
23:08
Zentrum als Sanierungsgebiet
von kasimir28 | #1

gerthe lohnt sich...

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