Zeche Hannover lässt alle strahlen

Erstrahlte in bunten Farben: Die Zeche Hannover zeigte sich für die Extraschicht einmal ganz anders.Foto:Karl Gatzmanga
Erstrahlte in bunten Farben: Die Zeche Hannover zeigte sich für die Extraschicht einmal ganz anders.Foto:Karl Gatzmanga
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Museumsleiter Dietmar Osses zieht positive Bilanz für 2012.Highlights waren die „Extraschicht“ und die Zeche Knirps

Hordel.  . Mit Live-Musik endete am letzten Wochenende die Saison im Westfälischen Landesmuseum für Industriekultur Zeche Hannover. Im WAZ-Gespräch zog Museums-leiter Dietmar Osses nicht nur ein Fazit über die letzten zwölf Monate, sondern verriet auch, auf welche Projekte sich die Besucher im kommenden Jahr bereits freuen können.

Zum Saisonabschluss hatte Petrus der Zeche Hannover noch einmal Herbstsonne geschenkt. Dazu wurden die Besucher mit Musik begrüßt. Denn im Eingangsbereich des Museums spielte eine Folk-Jazz-Band und erhielt dabei immer wieder Applaus von den Gästen, die noch einmal die Gelegenheit nutzten, die Ausstellung oder die Zeche Knirps zu besuchen. Museumsleiter Dietmar Osse zog ein positives Fazit zur abgelaufenen Saison, die nicht nur eine gute Besucherzahl sondern auch ein neues Informationszentrum brachte. „Freudig überrascht“, zeigte sich das LWL-Museumsteam besonders über die positive Resonanz bei der „Extraschicht“ 2012.

Im Mittelpunkt dieses Jahres stand in der ehemaligen Zeche Hannover dabei die Ausstellung „Nach Westen – Zuwanderung aus Osteuropa ins Ruhrgebiet“, die in Kooperation mit der Ruhr-Universität (Fachbereich Slawistik) entstanden war. Die Ausstellung soll gleichzeitig auch die 30-jährige Pionierarbeit im Bereich Migration und Ruhrgebiet dokumentieren.

Fotoausstellung zum Montanrevier in Oberschlesien geplant

Eine Fortsetzung des Projektes ist bereits geplant. Dazu passen auch die Bemühungen, die bundesweite Dokumentationsstelle für die Migration von Polen nach Deutschland nach Bochum zu holen. Die Entscheidung wird 2013 fallen und als erster (Übergangs-) Standort für die Bundesstelle ist das Gelände der Zeche Hannover vorgesehen. Museumsleiter Dietmar Osses ist „guter Dinge“, dass es eine positive Entscheidung pro Bochum geben wird. Darüber hinaus gab es eine Fotoausstellung zum Montanrevier in Oberschlesien.

Auch „Nachtschnittchen“ werden fortgeführt

Die Zeche Knirps bildete mit ihrer hohen Auslastung ein wichtiges Standbein des LWL-Museums. Noch nicht so bekannt ist das „Nachtschnittchen“-Comedy-Angebot, welches am 11. und 12. Dezember und auch 2013 fortgesetzt wird.