Probezeit erfolgreich überstanden
19.05.2010 | 16:05 Uhr 2010-05-19T16:05:00+0200
Grumme. Sonja Brinke und Peter Kaufhold lernten sich in der Werkstatt für Menschen mit Behinderung Constantin kennen und gaben sich nun das Ja-Wort.
„1998 haben wir uns in der Constantin-Werkstatt für Menschen mit Behinderung kennen gelernt“, lacht Sonja Brinke, sichtlich gerührt im weißen Brautkleid. Nun heiratete die 39-jährige, die wegen einer Behinderung einen Gehwagen benötigt, ihren Peter (geb. Kaufhold) in der Johanneskirche.
Die beiden machten das im Kreise ihrer Verwandten sowie zahlreicher Kolleginnen und Kollegen von der Behindertenwerkstatt – vor insgesamt 150 Gästen – ganz klassisch. Peter wartete im Anzug am Traualtar auf seine Braut, die von ihrem Vater in die Kirche geführt wurde. Pfarrer Henri Krohn traute die beiden. Ausgesucht hatten sie sich dafür den passenden Trauspruch „Werft Euer Vertrauen nicht weg.“ Schließlich kommt es noch heute selten vor, dass Behinderte eine längerfristige Beziehung eingehen und heiraten.
Die beiden vereinbarten zudem bei ihrer Verlobung am 13. Januar 2000, eine 10-jährige Verlobungszeit, nachdem Sonja Brinke im Mai 1999 zu ihrem Freund in die Wohnstätte Ulrich-Jacobowski-Haus (Hiltroper Str.) gezogen war. Im Hause zogen sie dann später in eine Zwei-Zimmer Wohnung mit Bad zusammen.
„Seitdem planten die zwei ihre Hochzeit, die jetzt fast termingerecht nach 10 jähriger „Probezeit“ erfolgte“ erinnerte sich nun ihre Betreuerin Karin Reh. Dazu gehörte nicht nur die kirchliche Trauung, sondern auch anschließend eine große Feier in der Wohnstätte.
Dass die Feier in diesem großem festlichen Rahmen überhaupt durchgeführt werden konnte, verdankte das Ehepaar einigen Menschen, die ihnen mit Spenden halfen – für Trauringe, Kleid und die Ausrichtung der Feier. „Alle freuten sich mit uns“ zog das Brautpaar abschließend eine freudige Bilanz.

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von herzen alles liebe und gute für die beiden!!!!