Pachtvertrag ist unterschriftsreif

Die Schranke fehlt am hinteren Zugang zum Ruhrpark. Sie soll durch Poller ersetzt werden.
Die Schranke fehlt am hinteren Zugang zum Ruhrpark. Sie soll durch Poller ersetzt werden.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Bezirk Nord gibt grünes Licht: Amtshaus Harpen wird ein Treff für Vereine. Ruhrpark-Zufahrt: Poller sollen die Strecke nachts sperren. Defekte Schranke wurde bislang nicht ersetzt

Bochum-Harpen.. Das alte Amtshaus Harpen soll dem Bürgerverein, der es zu einem Treffpunkt für den Ortsteil machen will, im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrages verpachtet werden. „Die Verwaltung hat soweit alles vorbereitet; wenn es nach uns geht, kann der Vertrag kurzfristig unterzeichnet werden“, erklärte dazu gestern Stadtsprecherin Barbara Gottschlich.

In der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Nord ging es im nicht-öffentlichen Teil um geringfügige Änderungen der Modalitäten. Die schlossen lediglich die Möglichkeit aus, dass der Bürgerverein Harpen Räume auch gewerblich vermieten könnte.

Vereine gemeinnützig einbinden

Dazu Vereinsvorsitzender Hans-Heinrich Albert: „Das wäre auch gar nicht in unserem Sinne. Wir wollen das Haus zum Bürgerzentrum machen und Vereine einbinden, und die sind nicht gewerblich, sondern gemeinnützig.“ Eine Wohnung, die der Hausmeisterin, ist im Amtshaus noch vermietet, eine zweite steht leer. Albert: „Die müsste renoviert werden, genau wie der Kindergarten. Dann wollen wir auch sie Vereinen anbieten, die eine feste Bleibe suchen.“ Ganz vorn stehe aber zunächst die Brandschutzsanierung.

Das Liegenschaftsmanagement müsse den Pachtvertrag gestalten und dem Verein vorlegen. „Ich rechne damit, dass in zehn bis 14 Tagen der Abschluss zustande kommt.“

Schranke einfach durchbrochen

Eine der Bedingungen für die Zustimmung zum Umbau des Ruhrparks war für die Bezirksvertretung Nord, dass die Menschen im benachbarten Wohngebiet zur Wieschermühlenstraße nicht über Gebühr durch Lärm belästigt werden. Dazu wurde schon vor vielen Jahren, als das Multiplex-UCI-Kino gebaut wurde, eine Schrankenanlage errichtet, die die rückwärtige Zufahrt zum Einkaufszentrum nachts sperrt.

Autofahrer ließen sich in der Vergangenheit davon kaum aufhalten; die Schranke wurde oft einfach durchfahren, oder aber blieb gleich offen stehen. Also hat die Politik im Bezirk Nord verlangt, dass mit Umbau des Ruhrparks die Schranke künftig ersetzt werden soll durch versenkbare Poller. Zudem soll eine Wendemöglichkeit geschaffen werden. Diese Wendefläche soll von der Zufahrt zum Ruhrpark baulich durch einen abgesenkten Bordstein getrennt werden. Die Durchfahrt wird dann nach 20.30 Uhr mit zwei Ampeln unmittelbar hinter dem Wendehammer sowie durch die zurückgesetzten hydraulischen Poller unterbunden. Die Kosten in Höhe von 63.000 Euro brutto trägt der Ruhrpark-Betreiber. Philipp Welsch (SPD) beantragte in der Sitzung des Bezirks, dass der Betreiber zwischenzeitlich die Schranke instandsetzen soll, bis dann die Poller kommen.