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Menschen helfen Menschen

Nicht wegschmeißen – reparieren!

24.11.2013 | 15:37 Uhr
Nicht wegschmeißen – reparieren!
Christian, Carola und Werner (v.l.) reparieren im Repair-Café eine Lampenfassung.Foto: INGO OTTO

Ehrenfeld.   Beim Nachhaltigkeitstag rund ums Alsenwohnzimmer findet sich für vieles noch Verwendung: im Repair-Café, auf dem Umsonstflohmarkt oder in der „Givebox“

Rund um das Alsenstraßen-Wohnzimmer fand am 23. November der Nachhaltigkeitstag „In der Tat“ statt. Dabei stand die Idee „Menschen helfen Menschen“ beim Repair-Café und dem Umsonstflohmarkt im Mittelpunkt. Zudem wurde das Projekt „Givebox“ gestartet.

Im Mittelpunkt des Nachhaltigkeitstages, welches vom Team des Alsenstraßen-Wohnzimmers, des Labor e.V. und des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) erstmals organisiert wurde, stand das Repair-Café. Wie Cigdem Esin vom Alsenstraßenteam erläuterte, steckt dahinter die Idee anstelle eines Reparatur-Dienstes „Hilfe zu Selbsthilfe“ anzubieten. Menschen bringen dabei Gegenstände die defekt sind ins Repair-Café mit und lernen dort, gemeinsam mit Fachleuten (z.B. Elektriker), diese selbst zu reparieren.

Aus Wiemelhausen ist dafür Carola in die Alsenstraße gekommen. Gemeinsam mit Christian vom Labor e.V. repariert sie ihre Lampe. „Im Geschäft wurde mir gesagt die Lampe sei defekt und ich solle sie wegschmeißen, doch hier wird mir geholfen, die Lampe doch noch zu reparieren“.

Wiederholung geplant

So wie bei Carola und Christian wurden an anderen Tischen z.B. Staubsauger repariert, Handschuhe geflickt oder vor der Tür Holz abgeschliffen. Die Idee des Repair-Cafés gibt es bereits an mehreren Orten in Deutschland und die Termine werden im Internet bekannt gegeben. Daher kamen auch Interessierte aus Gelsenkirchen herein. Das Team des Alsenstraßen-Wohnzimmers und des Labor e.V. wollen zukünftig zwei Mal im Jahr (das nächste Mal am 25. Januar 2014) zum Repair-Café einladen, so Cigdem Esin.

Bücher und Spielautos für lau

Während im und vor dem Alsenstraßen-Wohnzimmer fleißig gewerkelt wurde, fand im benachbarten Umweltzentrum ein Umsonstflohmarkt statt. Eine der Helferinnen war Sophia vom BUND, die erläuterte, dass der Flohmarkt, bei dem vor allem Bücher und der Koffer mit Spielautos für die kleinen Gäste gefragt waren, auch das Projekt „Givebox“ (siehe Infokasten) unterstützt. Statt etwas wegzuschmeißen soll es lieber gespendet werden, damit andere Menschen sich daran erfreuen können, so die Grundidee der „Givebox“, die derzeit in der Alsenstraße entsteht.

Ideeln und Anregungen erwünscht

Das Team von der Alsenstraße freut zudem sich über neue Ideen und Vorschläge. Dazu gehört beispielsweise auch das Projekt des Gemeinschaftsgarten Bochum e.V., welches im Rahmen des Nachhaltigkeitstages vorgestellt wurde. Der Verein möchte im Frühling 2014 einen Gemeinschaftsgarten in Bochum anlegen.

Info: Im Rahmen des „In der Tat“-Tages wurde auch die so genannte „Givebox“ eingerichtet. Dabei handelt es sich um einen Schrank, indem Menschen Dinge, die selber nicht mehr brauchen, für andere kostenlos zur Verfügung stellen können.

„Wir nehmen alles, was noch brauchbar ist“, so Cigdem Esin vom Alsenstraßenteam. Gemeinsam mit dem BUND will man dabei z.B. Büchern und Einrichtungsgegenständen ein neues Zuhause gegen. Die Nutzer können dabei ein Gästebuch für Dank und Kommentare sowie eine Pinnwand für gesuchte Dinge nutzen. Esin: „Jeder ist eingeladen, etwas rein oder raus zu nehmen.“

Christian Schnaubelt



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