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Neue Töne in Hiltrop

08.11.2009 | 16:00 Uhr

Saskia Karpenstein wurde als neue Pfarrerin der Evangelischen Gemeinde eingeführt – „Werde viele Traditionen gerne fortführen”.

Hiltrop. „Ich freue mich hier zu sein.”, damit bedankte sich die neue Pfarrerin in der evangelischen Kirchengemeinde Hiltrop, Saskia Karpenstein, beim Empfang zu ihrer Amtseinführung bei allen Rednern und den gut 150 Gästen für ihre herzliche Begrüßung.

Schauten bei der Amtseinführung optimistisch in die Zukunft der Hiltroper Gemeinde: Superintendent Fred Sobiech, Pfarrer Jörg Sonneborn und die neue Pfarrerin Saskia Karpenstein.

Die 35-jährige Theologin und dreifache Mutter, die seit dem 1. Oktober in der Gemeinde auf einer halben Stelle arbeitet, machte dabei deutlich, dass sie zunächst – im Gespräch und durch Zuhören – Fuß fassen und mit Pfarrer Jörg Sonneborn ein Team bilden will: „Viele von ihren Traditionen werde ich gerne fortführen”, kündigte sie an.

Mehrere herzliche Grußworte gingen dem Dank der „Neuen” voran. Diese kamen aus den verschiedenen Gemeindegruppen, der Nachbargemeinde Harpen, von der Grundschule Frauenlobstraße sowie aus den ehemaligen Gemeinden der Pfarrerin in Schwerte-Hernen und -Ergste. Für das Presbyterium betonte Pfarrer Sonneborn beim Überreichen einer Klangschale als Geschenk und in Anspielung an ihre Gesangsausbildung: „Mit dir kommt nicht nur singenderweise ein neuer Ton in die Gemeinde.”

Wie sich dieser „neue Ton” anhört, konnten die rund 350 Besucher aus der Kirchengemeinde schon im vorangegangenen Einführungsgottesdienst erleben. In ihrer Predigt zum Bibelthema „Welches ist das höchste Gebot von allen?” betonte Karpenstein in Auslegung des Textes aus dem Neuen Testament, dass dies die Nächstenliebe mit dem einander „Zu-hören” sei.

Für die zukünftige Gemeindearbeit wollte Karpenstein deshalb weniger programmatisch ihre Arbeitsschwerpunkte als inhaltlich ihre Arbeitsweise festlegen. „Erzählen kann man schließlich viel, gerade auch von der Kanzel. Aber letztlich müssen sich die Dinge im Gemeindeleben beweisen können”, betonte sie zur Programmatik mit Blick auf die vorangegangenen Wahlkämpfe. Ihr Fazit daraus: „Ich will mich nicht zum Beispiel auf Kinder- und Jugendarbeit festlegen, sondern den Menschen hier mit offenen Augen und Ohren begegnen.” Entsprechend gehe es darum, sich mit den Menschen vor Ort Arbeitsfelder zeigen zu lassen und zu entdecken.

Superintendent Fred Sobiech nutzte in seiner Ansprache das Buch „Crazy” von Benjamin Lebert. Es sei nicht schwierig, Kontakt zu Gott zu erhalten, zitierte er da einen Jungen aus der Geschichte, der ein Autogramm von Gott haben möchte. Sobiech: „Die Pfarrer und Pfarrerinnen sind da die Türöffner zu Gott.”

Wicho Herrmann

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