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Westendfest

Nach dem Fest ist vor dem Fest

29.09.2013 | 16:21 Uhr
Nach dem Fest ist vor dem Fest
Luftballons, internationale Speisen und Informationen: diverse Vereine, Schulen, Kindergärten und Initiativen hatten ihre Stände aufgebaut.Foto:Olaf Ziegler

Griesenbruch.   Sechste Veranstaltung auf dem Springerplatz war voller Erfolg.Nach dem Stadtumbau soll es weitergehen. Soziale Träger wollen Projekte weiterführen

Noch ist der Springerplatz zum großen Teil eine Baustelle. Aber im Dezmber dieses Jahres soll er fertig sein. Damit findet das Projekt Stadtumbau in Griesenbruch sein Ende. Grund zum Feiern für alle Anwohner: Beim sechsten Fest vor dem umgebauten Hochbunker versammelten sich bei bestem Wetter die Anwohner und Vereine der Umgebung.

Rund drei Stunden lang dauerte das Bühnenprogramm, das Vereine, Kindergärten, Initiativen und Kirchengruppen aus dem Stadtteil zusammengestellt hatten. Auf den Stufen vor dem Hochbunker musizierten, sangen und tanzten die Teilnehmer aller Altersklassen: von den ganz Kleinen aus den Kindergärten bis hin zu den älteren Shanty-Sängern der Ruhrkadetten.

Bunt und lebhaft, so präsentiert sich dieser Stadtteil mittlerweile: Beim Westendfest duftete es nach internationalen Speisen und Getränken, an verschiedenen Ständen griffen geschminkte Kinder zu Wachsmalstiften oder reihten farbenfrohe Perlen auf Halsketten und Armbänder. Der Stadtteil hat sich sichtlich verändert. Es wird deutlich, wie viel kreatives Potenzial hier schlummerte und jetzt gemeinschaftlich genutzt wird.

Treffpunkt für Nachbarn

Dr. Kemal Bozay, Geschäftsführer der IFAK (Verein für multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe und Migrationsarbeit) war rundum zufrieden. Während der Chor der Alevitischen Gemeinde sang und kurz darauf Folkloretänzer in prächtigen Kostümen über die Bühne wirbelten, zog er eine erste Bilanz: „Ich freue mich, dass dieses Fest sich jetzt in ein Stadtteilfest umgewandelt hat.“ Es sei nicht nur ein „Markt der Möglichkeiten“, bei dem die Gruppen ihre Angebote präsentieren, sondern auch eine Veranstaltung für die ganze Familie und Treffpunkt für Nachbarn.

Tolle Durchmischung

Auch Halil Simsek und Karsten Schröder vom Stadtumbau-Projekt waren begeistert. „Heute wird der Integrationsbegriff noch einmal richtig deutlich: Es ist eine tolle Durchmischung von allem.“ Dass beim Westendfest zusammengrückt wird, läge nicht nur an dem kleinen Platz neben der Baustelle. „Wir sind guter Dinge, dass es auch im nächsten Jahr – ohne den Stadtteilumbau – wieder ein Westendfest geben wird, weil sich so viele Leute aus dem Stadtteil engagieren“, so Karsten Schröder.

Vielleicht wird ein Verein gegründet

Vor allem die IFAK setzte sich aktiv dafür ein, bestätigt Dr. Kemal Bozay. „Es haben sich weitere Träger aus dem Stadtteil gefunden, die das Fest weiterführen wollen. Es gibt jetzt schon ein paar Überlegungen, einen Verein zu gründen, um bestimmte Projekte des Stadtumbaus nachhaltig weiterzuführen.“

Das sechste Westendfest wird also hoffentlich nicht das letzte seiner Art gewesen sein.

Anna Ernst

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2013-09-29 16:21
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