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Herner Straße

Lücke wird geschlossen

07.11.2012 | 18:07 Uhr
Lücke wird geschlossen
Die Lücke auf der Herner Straßer wird geschlossen: Der letzte Bauabschnitt zwischen A 40 und Moritzstraße (hier die Kreuzung Vierhausstraße) wird ab 2013 in Angriff genommen. Foto: Karl Gatzmanga

Hofstede/Riemke. Mehrfach wurde der letzte Bauabschnitt zur Renovierung der Herner Straße verschoben, nun soll es im nächsten Jahr soweit sein: Noch einmal müssen Anwohner mindestens 18 Monate lang Staus, Bagger, Lärm und Dreck ertragen, bis die Herner Straße dann einheitlich von der Stadtmitte bis zur -grenze nach Herne erneuert ist.

Wie gestern der Bezirksvertretung Mitte von der Verwaltung erläutert wurde, soll auf dem fast einen Kilometer langen Abschnitt zwischen A 40-Anschluss Zentrum und Einmündung Moritzstraße auch – wie an allen anderen Bereichen – der Kanal erneuert werden; der vorhandene stammt aus den Jahren 1922 bis 1935. Zudem wird die Radweg-Lücke geschlossen: Der Radverkehr wird inklusive Sicherheitsabstand zur Straße zwei Meter breit sein. Die seit 1989 dank der U35 nicht mehr genutzten Straßenbahnschienen werden herausgerissen. Auch die Gehwege gelten als marode und sollen komplett erneuert werden. Während der Bauphase 2013/2014 soll eine Fahrspur pro Richtung offen bleiben für den Verkehr.

Die Zuschüsse in Höhe von 65 Prozent wurden der Stadt im Spätsommer zugesichert; die Baukosten liegen bei 5,67 Millionen Euro. Der neue Kanal schlägt mit 1,06 Millionen Euro, der Straßenbau mit 3,5 Millionen zu Buche.

Vorgesehen sind zwei Fahrspuren pro Richtung sowie an jeder Seite ein Radfahrstreifen. Zusätzlich wird es an den Knotenpunkten, wo Ampeln vorhanden sind, Linksabbiegespuren geben.

Parken soll dort, wo es möglich ist, zugelassen werden. Fest steht aber, dass durch den Ausbau der Herner Straße auch hier Stellflächen wegfallen – laut Verwaltung 15 Plätze, vor allem kurz vor dem Endstück an der Moritzstraße.

32 Bäume stehen dem Ausbau im Weg, wird doch der neue Straßenquerschnitt mit 15 Metern zwei Meter breiter sein als heute. Vorgesehen ist, 23 neue anzupflanzen. Das reicht den Grünen nicht: Sie beantragten, auch die gleiche Anzahl zu ersetzen; wenn auf der Herner Straße kein Platz bleibt, dann eben an anderer Stelle im Stadtgebiet. Das Gremium schloss sich diesem Antrag einhellig an. James Wille (CDU) regte überdies an, ein Bonus-Malus-System bei der Ausschreibung festzulegen: Wird die Baufirma eher als vorgesehen fertig, wird sie besser bezahlt. Dies geht als Prüfauftrag an die Verwaltung. Bezirksbürgermeister Dieter Heldt verwies auf die Einmündung Vierhausstraße: Dort seien dann wohl die meisten Staus zu erwarten. Daher fragte er nach möglichen Umleitungen. Die Verwaltung schlug die Bergstraße vor. Indes soll der Ausbau der Herner Straße erst dann beginnen, wenn die Wattenscheider Straße fertig sein wird.

Sabine Vogt



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