Lösung für Problem-Brücke in Sicht
04.01.2012 | 16:10 Uhr 2012-01-04T16:10:00+0100
Hordel. Der Abriss und mit anschließender Neuauffüllung scheint nah, aber die Kostenfrage ist noch nicht geklärt.
Das Jahr scheint gut zu beginnen für die Hordeler Bewohner an der Stadtgrenze zu Eickel. Für die Probleme mit der maroden Brücke der Hordeler Straße scheint eine Klärung in Aussicht.
Am Rande des eigens dafür anberaumten Ortstermins mit einer Delegation aus dem Bochumer und einer weiteren aus dem Herner Rathaus wurde bekannt, dass sich eine Lösung der grundlegenden Problematik anbahnt: Wenn alles glatt geht, kann die marode Brücke in Hordel abgerissen werden. Und dann bräuchte es auch nicht mehr die leidigen Schikanen vor und hinter der Brücke, die Lkw von ihr fern halten sollen. Das könnte schon 2012 passieren.
So süß die Klänge der Zukunftsmusik sind, so vage sind sie auch. „Wir haben bereits Kontakt zu dem wahrscheinlichen Rechtsnachfolger der Zechenbahn aufgenommen, für die die Brücke um 1900 herum errichtet worden ist“, berichtet Bochums Pressesprecherin Tanja Wißing. Hintergrund ist die Tatsache, dass es sich rechtlich betrachtet bei einer Brücke über eine Straße, die der Über- beziehungsweise Unterführung dient, um eine Kreuzung handelt – in diesem Fall mit zwei Kreuzungsbeteiligten. Das wäre erstens die Stadt Bochum mit der Straße und zweitens der Betreiber der Zechenbahn, die bekanntlich längst nicht mehr unter der Straße herfährt. Gerade deshalb spräche nichts dagegen, die Brücke, deren Stahl versprödet und nicht mehr voll belastbar ist, abzureißen. Aber das kostet. Und deshalb ist der Rechtsnachfolger der Zechenbahn so wichtig: Der müsste nämlich die Hälfte der Kosten für Abriss und Neuauffüllung tragen. Wißing: „Wir erwarten noch im Januar eine Rückmeldung. Aber dann können nicht umgehend die Abrissarbeiten beginnen. Innerhalb des Jahres 2012 sollte es aber schon über die Bühne gehen.“
Bis dahin müssen die Kraftfahrer die Schikanen auf der Straße weiter umkurven. Einige Lkw-Fahrer hatten in der Vergangenheit die schotterbefüllten Betonringe mit ihren Brummis kurzerhand zur Seite geschoben. Dabei gab es auch schon Bruch – weshalb die Ringe nun in den Straßenbelag eingelassen und mit Beton befüllt werden sollen.
Auf Herner Seite wird bereits jetzt aufgeatmet. Das durch die Pfeiler entstandene Problem der Müllentsorgung ist geklärt. Die Müllwagen können jetzt mühelos rangieren und müssen nicht mehr rückwärts aus der „Sackgasse“ fahren. Auf Hordeler Seite sind keine derartigen Probleme bekannt.

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