Jugend zieht es zu den Pfadfindern

Freuen sich über ihre neue Ausrüstung inklusive Zelt: die Pfadfinder St. Elisabeth Gerthe.
Freuen sich über ihre neue Ausrüstung inklusive Zelt: die Pfadfinder St. Elisabeth Gerthe.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Nachwuchssorgen? Von wegen! Der Stamm St. Elisabeth Gerthe entfacht gerade bei Jüngeren eine Welle der Begeisterung. Zudem freut man sich über neue Zelte.

Gerthe..  Wo ein Pfadfinder ist, da ist ein Zelt nicht weit? Unstrittig bestätigt wurde diese Annahme von der Leiterrunde der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) St. Elisabeth Gerthe, vertreten durch Mario Hahner (28), Matthias Stratmann (26) und Christian Schwarze (27). Stolz präsentierten sie jetzt das neue Outdoor-Equipment, mit dem kommende Fahrten und Ausflüge für noch mehr Spaß und Erholung sorgen sollen. Möglich sind die Neuanschaffungen durch die erfolgreiche Teilnahme an der Sponsoring-Aktion „Wofür schlägt dein Herz“ der Stadtwerke Bochum.

„Wir freuen uns, bei der letztjährigen Bürgerabstimmung insgesamt 12 500 Euro Förderung erhalten zu haben. Zwei Pascha-Zelte inklusive Heringe, Vorzelte sowie ein Camping-Kühlschrank wurden uns bereits zugeschickt“, fasst Hahner die bisherige Materialbeschaffung zusammen.

Drei weitere, längere Zelte, die mehr Personen Platz bieten, wurden ebenfalls bestellt. „Damit haben wir bislang knapp 4000 Euro investiert“, so Schwarze. Im Sommer ist zudem die Neugestaltung des Pfadfinderheims an der Hiltroper Landwehr geplant, verkündet Stratmann: „Die dortige Ausstattung stammt unverkennbar aus den 60ern und 70ern. Wir möchten es jugendfreundlicher und bunter gestalten, auch durch neue Möbel.“

Kein Relikt vergangener Zeiten

Dass die Pfadfinderbewegung keinesfalls ein Relikt vergangener Zeiten ist, zeigt nicht nur die erfolgreiche Teilnahme am Voting: „Unser Mitgliederstamm liegt eigentlich seit jeher konstant bei etwa 100“, berichtet Schwarze, der zudem aktuell eine neue Welle der Begeisterung bei Jüngeren ausmacht.

Fahrten sollen günstiger werden

Für Robert Brodatzki (24), ebenfalls Leiter, besteht das Erfolgsrezept aus der Mischung von Anpassungsfähigkeit und traditionellen Werten: „Wenn man Bilder aus den 50ern sieht, auf denen Pfadfinder ihre Kniestrümpfe so hoch wie möglich gezogen getragen, merkt man deutlich, dass heutzutage vieles lockerer ist.

Smartphones sind längst akzeptiert

Dennoch sind aber gerade typische Aktivitäten im Freien beliebt, sowohl bei den Teilnehmern als auch deren Eltern.“ Smartphones sind trotzdem längst akzeptiert in Pfadfinderkreisen, weiß Brodatzki: „Verbote, wie noch vor einigen Jahren haben wir abgeschafft. Auch Gruppenstunden zum Thema ‚neue Medien’ veranstalten wir ab und an.“

Leiterkollege Hahner wirft ein, dass „wir während unserer Ferienlager schon versuchen, einmal ohne Handys auszukommen, um uns anderen Dingen zu widmen.“ Zum Beispiel dem Aufbau der neuen Zelte, die bereits im diesjährigen Sommercamp in Dänemark auf „Herz und Nieren getestet“ werden sollen. Gut Pfad.