Heimspiel für Fred Schüler im Amtshaus Harpen

Im gut besuchten Amtshaus Harpen gab der ehemalige TuS-Kicker Fred Schüler ein Benefizkonzert für seinen
Im gut besuchten Amtshaus Harpen gab der ehemalige TuS-Kicker Fred Schüler ein Benefizkonzert für seinen
Foto: FUNKE Foto Services / Olaf Ziegler
Was wir bereits wissen
Mit Reinhard-Mey-Songs gab der frühere TuS-Harpen-Kicker ein Benefizkonzert für das Kunstrasen-Projekt seines Ex-Klubs. Eine Herzensangelegenheit.

Harpen..  „Ja, ich kann. Ich rette dich aus jeder See- und Seelennot“, singt Fred Schüler auf der Bühne des Amtshauses des TuS Harpen. Und getreu dieser Zeilen zögerte der Ur-Harpener auch nicht, als seine Freunde des Sportvereins den Sänger um Unterstützung für ihr Kunstrasenprojekt baten. Auch hier sagte der Künstler sofort „Ja, ich kann“.

Der Harpener Fußballverein sammelt unter dem Motto „Kunstrasenkicker statt Aschepöhler – Zeit, dass sich was dreht“ Spenden für einen neuen Kunstrasenplatz. Denn der alte Ascheplatz ist momentan zu großen Teilen wegen Verletzungsgefahr gesperrt. „Mit unserem Engagement wollen wir der Stadt zeigen, dass wir auch unseren Anteil an der Sanierung leisten“, so Klaus Behling aus dem Arbeitskreis Kunstrasenprojekt. 25 000 Euro sind bisher schon durch Spenden zusammen gekommen. „Das ist schon mal eine Menge. Wir machen so lange weiter, bis die Zusage von der Stadt kommt“, bekräftigt Behling.

Darum war es selbstverständlich für den ehemaligen Kicker des TuS, Fred Schüler, seine Freunde bei diesem Projekt tatkräftig zu unterstützen. So fanden sich am Freitagabend 150 Gäste zu einem Benefizkonzert zusammen, bei dem Schüler Songs von Reinhard Mey interpretierte. Auf der Bühne lobte der Sänger die vielen Helfer bei dem Harpener Verein: „Da stecken viel mehr Leute hinter, als nur die Frontfiguren. Deshalb sage ich: Danke!“

Originelle Lieder und amüsante Geschichten zwischendurch

Den jüngeren Zuschauern erklärte der Sänger zu Beginn des Konzertes, was denn ein Liedermacher überhaupt sei. „Ihr kennt ja Kollega oder Cro? Das sind Liedermacher“, so der Bochumer locker-witzig. Musikalisch ging es an diesem Abend dann doch in eine andere Richtung. Denn Schülers musikalisches Herz schlägt für die Chansons von Reinhard Mey. „Er ist der erfolgreichste Chansonkünstler der Nachkriegszeit. Seine Lieder sollen den besseren Menschen in uns ansprechen“, schwärmt der Sänger.

Nicht nur mit den originellen Liedern von Mey erfreute Schüler seine Zuschauer, sondern auch mit den amüsanten Geschichten zwischen den Songs. So nahm der Künstler die Gäste mit auf eine Reise durch seine Jugend in Bochum, als er noch schulterlange Haare hatte, auf seiner Rostlaube durch das Ruhrgebiet fuhr und rauchte wie Humphrey Bogart. „Das war die schönste Zeit meines Lebens“, erinnert sich Schüler.

Zuschauerin Barbara König war von dem Abend begeistert. „Ich bin ein Fan der ersten Stunde von Fred Schüler und Reinhard Mey, es war ein sehr schönes Konzert. Und noch besser, wenn so ein Abend für den guten Zweck ist“, schwärmte die 70-Jährige. Auch bei dem jüngeren Publikum kam das Benefizkonzert gut an. „Gerade für uns ist das hier mal was anderes. Und so kann man sich auch noch für eine guten Zweck einsetzten, das ist eine gute Sache“, so der Jugendtrainer Daniel Nöller (22).