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Fertig zum Einzug

28.10.2012 | 16:34 Uhr
Fertig zum Einzug
Jäyne (2), Said (5) und Defne (4) testen schon einemal ihre Spielzeuge auf dem Flur der neuen Kita Riemke an der Brünselstraße 70 in Bochum.Foto: Svenja Hanusch

Riemke. Obwohl der Herbst sein typisches Grau zeigte und der Wind die Blätter ums Gebäude blies, bot sich den kleinen Besuchern der neuen Kindertagesstätte an der Brünselstraße ein heller, gemütlicher Spielflur zum Toben. Es roch in dem 100 Quadratmeter-Bau noch ein wenig nach Farbe und Silikon. „Der letzten Feinschliff“, erklärte Architekt Dietmar Rieks.

Das 2,4 Millionen-Euro-Projekt ist auf der Zielgeraden. „Wir sind stolz auf unser Energie-Plus-Haus“, so Dolf Mehring, Leiter des Jugendamtes. Die neue Kita im Zillertal bietet nämlich nicht nur allerhand Platz zum Spielen und Raum für viele neue U3-Betreuungsplätze, sondern verbraucht so wenig Energie, dass sie ihren Bedarf mit der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und der Erdwärmepumpe selbst decken kann. „Mehr noch, hier wird sogar Energie gewonnen“, berichtet Jörg Klingenberg vom Jugendamt.

Rund 80 Prozent Wärmerückgewinnung.

Zu Recht darf also Architekt Rieks mit seiner Arbeit zufrieden sein. „Wir haben in der Kita 80 Prozent Wärmerückgewinnung.“ In den Räumen ist es aber keines Falls stickig, ganz im Gegenteil. „Wir haben eine hervorragende Be- und Entlüftungsanlage. Es herrscht also ständig eine Luftzirkulation, trotzdem dürfen die Fenster natürlich geöffnet werden“, so Rieks. Möglichkeiten gibt es genug ist der größtenteils aus Holz gebauten, zweistöckigen Kita. Große Fenster lassen viel Tageslicht durch die Gruppenräume fluten. „Und von jedem Raum gibt es eine direkte Tür nach draußen“, so der Architekt. Dolf Mehring vom Jugendamt ist außerdem von der Raumaufteilung begeistert. „Es gibt drei Gruppenbereiche, die jeweils in einen Hauptraum, einen Nebenraum und einen Differenzierungsraum aufgeteilt sind. Die Sanitäreinrichtungen befinden sich in unmittelbarer Nähe. Die Mini-Waschbecken und Toiletten haben die optimale Größe für die Kleinen und es gibt auch Wickeltische.“ Kollege Klingenberg ergänzt: „Bestens geeignet also, um mehr U3-Plätze einzurichten.“ Davon gab es in der alten Kita derzeit 23. Insgesamt 65 Kinder ziehen in der kommenden Woche in das „Vorzeige-Objekt in Sachen Nachhaltigkeit“ ein.

Die neuen Bewohner werden sich allerdings eher weniger für Energieeinsparungen und Stromgewinnung interessieren. Für sie ist etwas ganz andere wichtig: Platz. „Hier können sie in den breiten Fluren toben, die Gruppenräume sind groß und hell und besonders der Außenbereich ist toll“, so Birgit Redzio-Wehr, die Leiterin der Kita, begeistert. „Da konnten wir auch selbst ein bisschen mitbestimmen und sind jetzt sehr zufrieden“, sagte sie.

Einige Spielgeräte werden von der alten Kita noch mit an die Brünselstraße genommen, aber das ist eigentlich gar nicht so nötig, „denn wir haben letztens erst besprochen: Kinder brauchen weniger Spielzeug, sondern Zeug zum Spielen und keine Spielplätze, sondern Platz zum Spielen und das ist hier gegeben“, so Mehring.

Nadia Al-Massalmeh



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