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Eine Stiftung für die Erlöserkirche

01.02.2012 | 18:23 Uhr
Eine Stiftung für die Erlöserkirche
Das Wahrzeichen des Bochumer Nordens: Die Erlöserkirche ist aufwändig saniert worden. Foto: WH

Hiltrop.  Die Erlöserkirche in Hiltrop ist in den letzten Jahren aufwändig saniert worden. Jetzt soll eine neu gegründete Stiftung dabei helfen, die Zukunft der Gemeinde zu sichern.

Die Sanierung der Erlöserkirche beschäftigte die evangelische Gemeinde seit gut 15 Jahren, davon ging es in den letzten acht Jahren meistens um die Außenfassade. Nun beginnt eine neue Zeitrechnung für das „Wahrzeichen im Bochumer Norden“, nachdem die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sind: Willi Börnig und Dr. Henning Vollmer, die beiden Kirchmeister der Gemeinde und scheidenden Sprecher des Freundeskreises, gründeten unlängst die „Stiftung Erlöserkirche“.

Deren Ziel ist es, Einlagen zu sammeln, um zukünftige Instandsetzungen an der Kirche sowie an der – ebenfalls unter Denkmalschutz stehenden – Paul-Faust-Orgel finanziell sicher zu stellen. Die Gemeinde selbst wurde als drittes Mitglied der Stiftung mit ins Boot geholt, um die gute Abstimmung zwischen Stiftung und Gemeinde für die Zukunft zu gewährleisten. „Das Presbyterium wird eingebunden, aber nicht bevormundet“, erklärte dazu Pfarrer Jörg Sonneborn, der die Gemeinde in dem Gremium vertritt.

Sonneborn erläuterte bei einem Informationsabend die neue Stiftung. Etwa 60 Besucher kamen, um sich zu informieren. Dabei verwies Sonneborn auch auf die Gemeindefinanzen: „Wir haben es jetzt zwar mit vielen Unterstützern geschafft, die Kirche instand zu setzen“, so sein Tenor. Ob die Gemeinde das auch zukünftig hinbekomme, sei angesichts schwindender Einnahmen aber eher ungewiss. Er begrüßte deshalb die Initiative.

Spenden sind derzeit wenig hilfreich

Henning Vollmer, der vor etwa vier Jahren die ersten Stiftungspläne schmiedete und seitdem gut 20 Stiftungsentwürfe schrieb, berichtete im Anschluss über die Stiftung und erläuterte einige Details. „Wichtig ist nun, das bisherige Grundkapital von 10 000 Euro so schnell wie möglich weiter aufzustocken“, erklärte er. Damit werde erreicht, dass durch Zinseinnahmen Mittel für zukünftige Reparaturen erwirtschaftet würden.

Sein Ziel: „Wir benötigen etwa 150 000 Euro, damit wir unsere Stiftung unter das Dach der Deutschen Stiftung Denkmalschutz einbringen können.“ Diese werde dann nicht nur die Gelder verwalten, sondern auch durch Zustiftung mehren, so Vollmer.

Der ehemalige Sprecher des Freundes machte weiterhin deutlich, dass die Stiftung zunächst Zustifter suche, die Kapital einlegten und das auch so beim Fördern vermerken sollten. Vollmer: „Spenden sind hingegen derzeit weniger hilfreich, da wir diese nach dem Willen des Finanzamtes innerhalb von zwei Jahren wieder ausgeben müssen.“ Derzeit stünden jedoch glücklicherweise keine Reparaturen an.

Unterstützung vor Ort

Zunächst bedarf es vor Ort der Unterstützung für das Projekt. „Wir wollen so viele Leute wie möglich aus dem Förderkreis übernehmen“, erklärte Börnig. Die private Stiftung wird derzeit von Rechtsanwalt Jens Lücking (für die FDP im Stadtrat und Beiratsmitglied im Freundeskreises Erlöserkirche) betreut. „Er hat uns zugesichert, es kostenlos zu machen“, merkte Henning Vollmer an.

Die Stiftung hat zudem einen Beirat. Neben Vollmer, Börnig und Sonneborn sind derzeit der ehemalige Pfarrer Jürgen Koch, Presbyterin Dr. Katharina Jaedicke, Roland Mitschke (CDU) und Friedel Donschen (FDP) dabei.

Wicho Herrmann

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