Eine Großstadt aus 70 000 Steinen

Stein für Stein basteln die Kinder im Haus Lobetal an ihrer Lego-Metropole, die allerdings nur wenige Tage hielt.
Stein für Stein basteln die Kinder im Haus Lobetal an ihrer Lego-Metropole, die allerdings nur wenige Tage hielt.
Foto: FUNKE Foto Services / Olaf Ziegler
Was wir bereits wissen
45 Kinder bauen im Haus Lobetal an einer riesigen Lego-Stadt mit Stadion, Eisenbahn und Flughafen. Dabei werden auch christliche Werte vermittelt.

Gerthe..  Das Parkhaus samt Heliport überragt das Stadtbild. Die Gleisarbeiten schreiten zügig voran – bald verbindet die S-Bahn Kirche, Wohnblöcke und Polizeistation. Was fehlt ist das Stadttor: „Wir warten hier vergeblich, es sollte längst da sein“, wundern sich Architekten und Arbeiter über die Verzögerung. Dennoch laufen die Bauarbeiten auf Hochtouren, jeder weiß, wo die 70 000 Steine hin müssen. Mit jedem Handgriff nähert sich die imposante Lego-Stadt im Haus Lobetal ihrer Fertigstellung.

45 „Bauarbeiter“ zwischen 8 und 12 Jahren bastelten voller Elan an ihrer Lego-Stadt. Thomas Clever, Jugendreferent des Rheinisch-Westfälischen EC-Jugendverbandes, besucht zum zweiten Mal die Gemeinschaft im Bochumer Norden: „Wir touren erfolgreich mit der Lego-Stadt, um spielerisch soziale Aspekte zu vermitteln“, sagt er. „Die Teilnehmer bauen miteinander und müssen auch entscheiden, an welcher Stelle bestimmte Steine gerade am wichtigsten sind.“ Durch Lieder und biblische Geschichten sollen nebenher auch christliche Inhalte vermittelt werden.

Eifrig dabei sind Paul (9) und Tom (11): „Wir haben schon mit der Eisenbahnstrecke begonnen, und unsere Häuser sind fertig“, fasst Bauleiter Paul zusammen. Jedes Kind baute zunächst ein eigenes Wohnhaus, um die Abläufe kennen zu lernen. Anleitungen und Material-Listen befinden sich im Saal im Erdgeschoss, wo auch die Steine in verschiedenen Kisten geordnet sind. Die fertigen Elemente werden dann in den Keller transportiert und in die Modellstadt eingefügt.

Deutsche Elf spielt gegen die besten Lego-Fußballer

Derweil baut Tom (11) ein eindrucksvolles Stadion: „Die Stehplätze und Kassenbereiche habe ich mir selber ausgedacht.“ Flutlicht sorgt dafür, dass die Bewohner auch zu später Stunde Spiele der deutschen Elf gegen eine Auswahl der besten Lego-Fußballer verfolgen können. Im Hafen ankern bereits Schiffe, der Flughafentower lotst die ersten Flieger sicher auf die Landebahn.

Königskinder und Schatzsucher haben Spaß

Francis (12), der die Arbeiten an der Kirche abgeschlossen hat, und Joel (10) verschönern zusammen mit Pascal Rosenthal (13), Mira Thriemer (14) und Franziska Bundrück (14) Vorgärten. Die drei jugendlichen Gemeindemitglieder halfen den Jüngeren und behielten den Ablauf im Auge. Mitorganisatorin Anjeli Thriemer lobt die zweitägige Aktion: „Es ist schön zu sehen, wie konzentriert alle sind.“

Eltern und Interessierte hatten die Möglichkeit, die Lego-Stadt im Haus Lobetal zu bewundern. Im Anschluss an den Familiengottesdienst präsentieren die Kinder ihr fertiges Werk in den Kellerräumen.

Der Abbau erfolgte noch am selben Tag. Thomas Clever: „30 Helfer werden etwa zweieinhalb Stunden lang die Steine wieder in die richtigen Kisten sortieren, damit wir gut vorbereitet die nächste Gemeinde besuchen können.“