Doppelter Silberschimmer
11.01.2012 | 16:07 Uhr 2012-01-11T16:07:00+0100
Grumme. Der Bezirk der Johanneskirche ehrte gleich zwei Jubilare. Vera Lemm-Just und Volker Stark sind jeweils seit 25 Jahren tätig.
„Der Neubau des Kindergartens nach den Brandstiftungen war das eindrücklichste Ereignis im Laufe meiner Tätigkeit in der Gemeinde“, erinnerte sich Vera Lemm-Just, die Leiterin des Familienzentrums/Kindertagesstätte „Die Schatzinsel“.
Seit 1986 wirkt die Erzieherin als Einrichtungsleiterin im Bezirk Johanneskirche, Innenstadt. Pastorin Heike Kümper und Pfarrer Volker Rottmann gratulierten ihr bei einem Empfang in der Johanneskirche zum 25-jährigen Dienstjubiläum. Küster Volker Stark, der am 15. Juli 1986 die Nachfolge von Küsterin Marie-Luise Vogt antrat, ehrten die beiden ebenfalls dort für seine 25-jährige Tätigkeit. Rund 150 Gemeindemitglieder kamen, um mit den Jubilaren zu feiern.
Bei der Ehrung blickte Rottmann auf die Anfänge zurück. „Pfarrer Thomas Wandersleb sagte mir, er habe eine interessante Bewerberin ausgegraben. Sie sei allerdings Holländerin“, schmunzelte er. In den folgenden Jahrzehnten habe Lemm-Just und ihr Team viel angeschoben, so der Pfarrer weiter: Neubau des Kindergartens (1997) nach drei Brandstiftungen im Jahr 1995, Aufbau eines Familienzentrums (2008), und nunmehr der Einstieg in die Betreuung von Kindern unter drei Jahren. „Lemm-Just und ihre Einrichtung wirken bis heute auch in den Stadtteil hinein“, so Rottmann. Als Beispiele nannte er die Stadtteilkonferenz, das jährliche Straßenfest an der Ennepestraße und den Grummer Weihnachtsmarkt mit der katholischen Nachbargemeinde Seliger Nikolaus Groß sowie weiteren Vereinen im Stadtteil.
Für Küster Volker Stark gab es ebenfalls viel Lob für seine Einsatzfreude und Kreativität. „Mit Ihren Ideen und handwerklichen Fähigkeiten haben Sie unsere Gottesdienste immer wieder zu schönen Ereignissen gemacht“, freute sich Rottmann. Er nannte beispielsweise die wöchentlichen Meditationen (donnerstags 8 Uhr) in der Kirche. Stark sei zudem für alle gemeindlichen Aktionen immer ansprechbar, sagt Rottmann. Unter anderem genannt seien sein Wirken als Gemeindebriefredakteur seit 1986, der ökumenische Gottesdienst beim Grummer Seefest, das Straßenfest sowie die jährlichen Stadtpark- und Tierpark-Gottesdienste der Gesamtgemeinde Innenstadt. Inzwischen ist der 54-jährige auch „Hausmeister“ für die Friedenskirche in Stahlhausen.
Dem Empfang ging ein Gottesdienst voran. „Jede Person bringt in ihre Gemeinde die jeweilig eigenen Fähigkeiten ein“, zog Rottmann sein Fazit in der Predigt zum „Gleichnis von den anvertrauten Talenten“. Bei Lemm-Just und Stark kam da viel zusammen.

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